015 - Mit 18 plötzlich Geschäftsführer - Simon Meier, warum viel Verantwortung in jungen Jahren erfolgreich macht

Shownotes

Mit 18 verliert Simon seinen Vater – und steht mitten in der Corona-Krise vor einem Familienunternehmen, das gerade unterzugehen droht. Statt weiterzustudieren, springt Simon auf das sinkende Schiff. Heute, mit Mitte 20, führt Simon die Eatery in Neumarkt, baut gerade den zweiten Standort in Nürnberg und trägt Verantwortung für rund 20 Mitarbeitende.

In dieser Folge erzählt Simon, wie aus einem Imbiss „das Restaurant von morgen" wurde – mit regionaler, gesunder Küche und Service-Robotern, die dem Team den Rücken freihalten. Es geht um den Mut, die Currywurst zu streichen und alles auf eine Karte zu setzen. Und darum, warum Verantwortung kein Druck ist, sondern Halt.

Ein Gespräch über Resilienz, frühe Risiken und eine Haltung, die trägt: Aufgeben ist keine Option.

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00:00:00: Sieh mal live von der.

00:00:02: Sehr schön!

00:00:04: Kann man loslegen,

00:00:05: oder?

00:00:06: Ja.

00:00:08: Also Simon, herzlich willkommen und schön dass wir hier in deinen Räumlichkeiten sein dürfen.

00:00:15: Als ich hier reingekommen bin habe ich zum ersten Mal dein Farbkonzept wahrgenommen.

00:00:19: Hier saß ja jetzt niemand nur wir sind hier ist es neun Uhr morgens und ich hab endlich mal diese ganzen Farben so ganz bewusst wahr genommen.

00:00:27: Ja sehr schön

00:00:30: Das ist ja auch jetzt erst neu gemacht worden oder?

00:00:32: Ja, haben wir viel nochmal neu gemacht.

00:00:34: Noch mal hier wirklich das Farbkonzept noch einmal ausgearbeitet.

00:00:39: Gelb, blau, grün und rot sind so die Grundfarben und die stehen für unser Konzept hier.

00:00:47: Und ich denke auch wenn es ein ganzes Mal leer ist dann sieht man das auch mal viel besser weil wenn immer die Sitze voll sind, dann bekommt man relativ wenig eigentlich mit von dem eigentlichen Abente wie das ist.

00:00:57: So wie die Stühle, wie die Banker eigentlich sind.

00:00:59: aber schön ist es euch gefällt!

00:01:01: Ja also wie gesagt ist mir aufgefallen und wollte ich jetzt an der Stelle nochmal erwähnen?

00:01:08: Ja Simon wir starten ja immer eigentlich zu Beginn oder werden uns zumindest das vorgenommen dass wir sagen Wir starten mit fünf Eigenschaften, die wir am anderen schätzen.

00:01:21: Ich mein, jetzt kennen wir uns ja schon ein bisschen länger.

00:01:24: Früher haben wir zusammen in der Pause noch schnell Hausaufgaben abgeschrieben.

00:01:27: Das ist ... Wir haben uns dann irgendwie durchs Abitur gemogelt und sind beide auf dem Weg Richtung Unternehmertum unterwegs.

00:01:38: Also

00:01:39: ich würd sagen, wie lang können wir uns jetzt?

00:01:41: Ich glaub seit der fünften Klasse oder?

00:01:43: Das dürfte jetzt so... Ziemlich genau!

00:01:44: Das

00:01:44: dürft jetzt so fünfzehn Jahren etwa her sein.

00:01:48: Mal mehr mal weniger Kontakt gehabt.

00:01:49: aber Das, was ich immer und vor allem in letzter Zeit, wo wir auch wieder mehr Kontakt hatten gemerkt habe ist dass du wahnsinnig interessiert bist.

00:01:59: Also wenn du dich mit Menschen unterhältst dann merkt man wirklich das du ein Interesse an ihrer Geschichte hast, dass du eine Interesse auf ihren Werten, an ihre Bedingungen die sie vielleicht doch irgendwie hatten.

00:02:14: also da es wirklich ein ernsthaftes ja Interesse einfach dar den Menschen zu verstehen und die Hintergründe erfahren zu können, um vollumfängliches Verständnis ... auch bekommen zu können.

00:02:27: Mhm,

00:02:27: danke!

00:02:28: Erinnerst du dich an eine Geschichte bei uns zu Hause?

00:02:30: Du hast ein Henry besucht und irgendwie bist da noch mal in die Küche gekommen.

00:02:35: Und hast mich zu Kräutern gefragt.

00:02:37: Weißt du das noch?

00:02:39: Ja, gar nicht so lange her gewesen.

00:02:40: Zum Thema Kochen.

00:02:42: Ich bin noch nie von einem jungen Menschen zu Krräutern befragt worden, aber ich fand es so herrlich.

00:02:48: Du bist, glaub ich, dann irgendwann ins Training gegangen und hast gesagt so tschüss.

00:02:52: Und ich dachte naja gut jetzt geht das Simon auch!

00:02:55: Nee es hat dich so interessiert und da haben wir glaube ich noch eine halbe dreifache Stunde über Kräuter und welche Wirkung die im Essen haben und ich fand sensationell.

00:03:09: Dann der zweite Punkt ist ich glaube du bist wahnsinnig wohlwollend

00:03:14: also...

00:03:16: Du guckst schon, versuchst schon das die anderen Menschen wenn sie irgendwie auch ziele Pläne haben.

00:03:20: Irgendwas vorhaben da zu schauen wie kann ich da unterstützen?

00:03:24: Und versuchts dir auch mit auf die Bahnen zu lenken und da nicht irgendwie Gegenwind zu geben oder das irgendwie schlecht zu reden oder der Zweifler daran zu sein sondern zu sagen hey nein finde ich richtig cool macht es.

00:03:39: also dass ist auch auf jeden Fall ein Punkt.

00:03:42: Der dritte punkt Dass du es aber auch schaffst zwischen der Ernsthaftigkeit und dem Spaß, auf jeden Fall eine klare Grenze zu ziehen.

00:03:52: Mein mehr mal weniger.

00:03:54: Nein doch das muss ich schon sagen zwischen dem was Spaß macht dann wenn's dann aber tatsächlich um die ernsten Themen geht egal ob das sind geschäftliche Themen oder private ernstlichen Themen sind wir sind schon mehr auf den der Spaßlinie unterwegs das muss man auch

00:04:08: sagen.

00:04:09: Aber wenns drauf ankommt dann kannst du da wirklich auch den Schalter umlegen ... auch mal knallhart zu sein.

00:04:17: Also das auf jeden Fall und ich würde auch sagen, dass da eine wahnsinnige Ehrlichkeit mitspielt.

00:04:26: also wenn du zu irgendwas ne Meinung hast dann sagst du es auch

00:04:30: Ja.

00:04:30: Und wenn man dich auch um den Rat fragt oder um der Einschätzung dann kriegt man auch ne ehrliche Antwort ja und dann ist nix wie Shiwashi sondern dann werden auch die Sachen beim Namen genannt und auch angesprochen auch wenn's da manchmal ein bisschen unbequemer ist.

00:04:46: Aber das ist auf jeden Fall auch eine Eigenschaft.

00:04:48: und bei der fünften habe ich noch überlegt Kommt so ein bisschen mit deiner Geschichte auch zusammen.

00:04:54: Ich glaube, dass du...ich will es nicht furchtlos nennen oder angstfrei aber ich glaube ziemlich mutig auch bist.

00:05:02: Gerade wenn man ja gleich noch draufkommt wie ist die Eatery eigentlich so entstanden?

00:05:05: Und jetzt auch dann den nächsten Schritt zu gehen um zu sagen gerade jetzt irgendwie muss der Gastro auch nicht so gut gingen?

00:05:12: Zu sagen hey ich expandier!

00:05:13: Ich mach weiter Und da gehört, glaube ich schon eine Menge Mut auch dazu in so jungen Jahren.

00:05:20: Auch eine ordentliche Menge Geld in die Hand zu nehmen und das Risiko dort zu tragen.

00:05:27: Würdest du das so unterschreiben?

00:05:28: Siehst du dich dort wiedergefunden?

00:05:31: Ja also erstmal danke für die tollen Werte!

00:05:38: Denkt man selber gar nicht so viel drüber nach, weil wenn ein Freund schon sagt das freut er natürlich sehr und auch mal auf den letzten Punkt einzugehen.

00:05:49: Diese Furchtlosigkeit da habe ich eigentlich eine klare Einstellung dazu.

00:05:53: Ich glaube ab einem gewissen Alter geht man diese Risiken einfach nicht mehr ein Und das ist auch was ich immer höre relativ früh diesen Schritt gehen muss, weil irgendwann ist man an dem Punkt im Leben vielleicht auch wenn dann die Familie da ist wo man eben nicht mehr diesen Risikoschritt gehen kann.

00:06:10: Weil man sagt okay man hat Familie zu Hause und man muss schauen, man hat ein sicheres Einkommen und muss die Familie ernähren.

00:06:15: Man muss für die Kinder da sein, für die restliche Familie da sein.

00:06:19: Hat auch nicht mehr diese Zeit um solche Projekte umzusetzen.

00:06:22: deswegen glaube ich es schon wichtig die Weichen in den Zwanziger zu stellen oder später auch das Leben hingehen soll.

00:06:30: Wahnsinnsansage, wenn ich mir überlegte sich mehr als doppelt so alt bin wie du Simon und was du hier mit achtzehn im Prinzip gerissen hast.

00:06:42: Also ich Henry und ich haben darüber gesprochen über diese fünf guten Dinge die wir an dir sehen Und ich habe eigentlich gesagt, dass das ich schon finde, dass du furchtlos bist.

00:06:52: Er hat dann gesagt er wird es eher mutig nennen aber vor dem Hintergrund wie Du eben das jetzt beantwortet hast hab ich das noch gar nicht gesehen, dass man eigentlich das Risiko eingehen sollte wenn man jung ist.

00:07:05: also sehr spannender Ansatz den ich jetzt auf alle Fälle heute schon mal mitnehme und weiter darüber nachdenke wie das so ist.

00:07:14: Aber ich glaube schon, dass tut da auch ein Stück weit natürlich recht.

00:07:18: Je älter du bist, siehst du auch viel mehr Risiken.

00:07:22: Ob das jetzt beim Sport ist oder was die Kinder betrifft da ... Als die klein waren hab ich mir gar nicht so viele Gedanken über viele Sachen gemacht und je älder du wirst, siehst du einfach gefahren weil du einfach mehr erlebt hast?

00:07:36: Ja

00:07:37: richtig!

00:07:38: Und weil vielleicht deine Gewohnheiten dann auch nicht mehr aufgeben möchtest, weil die so ausgeprägt sind... Aber umso toller finde ich es natürlich auch, dass es Leute wie dich gibt, die trotzdem auch nur im Alter sagen hey, ich bin bereit für Veränderungen.

00:07:49: Es ist was ich nicht so häufiger lebe, dass die Leute auch in einem Alter daneben bereit sind ihr Leben auch noch mal irgendwie neu zu sehen aus neuen Perspektiven das Ganze mit anzugehen.

00:08:01: also das sehe ich oft, dass diese Leute dann in ihrer Situation gar nicht mehr so glücklich sind aber auch irgendwie nicht mehr bereit sind diesen Schritt zu gehen.

00:08:07: jetzt ändere ich etwas nochmal.

00:08:08: Jetzt möchte ich mich beruflich auch vielleicht nochmal umurrentieren.

00:08:12: Das war eine wenige!

00:08:13: Ja... Ja, aber du willst auch nicht wirklich wissen wie viel Überwindung.

00:08:18: Wie viele Angst, wie viel Furchte es war und das waren wirklich nur ein ganz kleiner Slot von zehn Sekunden.

00:08:25: ich habe ja in der ersten Staffel darüber gesprochen wie das zu diesem Podcast kam und wahrscheinlich wenn unsere Geschichte auch nicht so gelaufen wäre wie sie gelaufen wär hätten wir auch niemals einen Podcast gemacht.

00:08:36: und wo ja der Inhalt ist wirklich darum geht wie gelingtes Menschen resilient zu bleiben drauf kommen.

00:08:44: Du hast eine innliche Geschichte und wie gelingt es uns einfach trotz unserer Widrigkeiten?

00:08:52: Und da find ich, bist du halt auch so ein Paradebeispiel was einem mit achtzehn so widerfahren kann aber trotzdem jetzt ein paar Jahre später hier zu sitzen und deinen Blick auf die Welt jetzt gleich zu erfahren.

00:09:05: also ja ich glaube manchmal muss man einfach über diese Hürde der Angst der Furcht springen.

00:09:13: Es ist jetzt egal, was andere darüber denken oder wie auch immer und ich mach's jetzt einfach.

00:09:19: Und was kann schon passieren?

00:09:22: Ja erstmal so ein bisschen wie einen Stein zu rollen das am Anfang ist es sehr schwierig, sehr hart aber umso länger man da drin ist es leichter geht es dann.

00:09:29: und ja doch leichter wirds damit er mit der Zeit.

00:09:35: Aber der Anfang ist immer immer das Schwierigste tatsächlich.

00:09:37: Der Anfang ist C.

00:09:38: Ja, und ich weiß es ist jetzt ein Jahr her.

00:09:40: Da saß ich bei der Nette in Berlin im Podcaststudio ... Und umso schöner das jetzt einen Jahr später hier in Neumarkt!

00:09:48: In der Itary mit dir sitzt und mit dem Henry.

00:09:52: Anfang war schon das richtige Stichwort.

00:09:54: Lass uns doch da mal hinspringen.

00:09:56: Was is eigentlich die Itary?

00:09:58: Du schreibst auf deiner Webseite die Gastronomie von morgen.

00:10:04: Es ist wahnsinnig technologisiert.

00:10:06: Wie würdest du jetzt jemanden in deinem Restaurant beschreiben, der keine Ahnung hat was Eatery eigentlich ist?

00:10:10: Ja

00:10:11: das ist eine gute Frage Henry.

00:10:12: Also ich würde sagen die Eaterie ist eine Systemgastomie auf dem Begriff.

00:10:17: da können wir gerne später noch mal zu sprechen kommen mit dem Schwerpunkt auf eine regionale Küche auf bewusste Zutaten auch auf eine durchaus gesunde Ernährung und deswegen in Verbindung mit einem ja sehr angenehmen Ambiente mit einem Ambiente, was für eine breite Zielgruppe auch einladend ist.

00:10:41: Für ein junges durchaus für ein älteres Publikum mit dem Anspruch auch den besten Service mitzubieten und das natürlich in Verbindung von einem sehr hohen Grad der Technologisierung Also mit sehr viel Technik sowohl im Vordergrund, vielleicht auch als vom Hintergrund.

00:11:02: Das Restaurant von morgen ist ja durchaus unser Spruch.

00:11:05: Wir haben hier ein Serviceroboter die teilweise das Essen und Getränke an den Tisch bringen.

00:11:10: was immer ein Erlebnis für die Gäste, insbesondere für die kleinen Gästen.

00:11:15: Wir haben jetzt angefangen mit der Quiz-Night, eine Quiz Show einmal bei uns im Monat.

00:11:20: Was auch ein Erlebnis ist für die Gäste.

00:11:22: also Ziel so einfach sein die Leute wieder in die Rauszubringen von zu Hause dass sie sich hier treffen können das ja einen schönen Ort hier haben wo Sie sich unterhalten können wo Sie auch was erleben und wovon sehr einfach dann noch lange erzählen können.

00:11:37: Ja sehr schön!

00:11:37: Das ist auch etwas was mir aufgefallen ist das in euren Google Bewertungen einen Mitarbeiter besonders häufig vorkommt Und er ist nicht aus Fleisch und Blut.

00:11:45: Ach!

00:11:47: Dann wird's der Roboter sein,

00:11:49: ne?

00:11:50: Auf den wollte ich drauf hinaus.

00:11:51: Ähm ... Also, ich glaube das hab' ich so... Wo kommt es her, dass auf einmal also beschreibt mal was passiert mit den Robotern für jemanden, der das jetzt sich vorstellt.

00:12:00: Woher bringt mir jetzt ein Roboter?

00:12:01: Das Essen sieht ja aus wie ein Mensch oder ...

00:12:03: Ja, ja, das ist schwierig, wenn man es nur hört und die gar nicht vor Augen hat.

00:12:07: Also grundsätzlich ist es einfach nur ein Service-Roboter, den Transport von den Speisen und von Getränken, von der Küche an den Gastraum bzw.

00:12:18: an den Gas direkt übernimmt.

00:12:20: also das müsst ihr euch vorstellen einfach ein Roboter der vier Rollen unten dran hat drei Tablettebenen und da beladen dann die Mitarbeiter da die Speisen oder Getränke drauf und schicken es dann an den Tisch.

00:12:31: Der fährt dann über Sensoren und GPS teilweise.

00:12:35: Und bleibt an dem Tisch stehen von einem Gast, der kann sich das entweder runternehmen oder teilweise kommt natürlich noch der Service-Mitarbeiter und hilft ab des Essen mit abzuladen letztendlich.

00:12:48: Das hat eigentlich den riesen Vorteil dass das Personal dadurch wahnsinnig entlastet wird weil ich habe immer wieder gehört von den Mitarbeitern die lange jährig in der Gastomie unterwegs sind.

00:13:00: Ein sehr großes Problem ist, dass die ständig diese schweren Teller von A nach B tragen müssen.

00:13:06: Sie körperlich schon ganz schön früh darunter auch leiden müssen und deswegen ist natürlich so ein Roboter einfach super weil er diese wirklich unangenehme Arbeit was es in dem Moment auch ist einfach abnimmt.

00:13:17: ja er kann teilweise sechs große Teller auf einmal an einen Tisch fahren und das Servicepersonal kann sich wieder auf das wesentliche konzentrieren nämlich einfach Gastgeber zu sein und wirklich sich um die Bedürfnisse von den Gästen zu kümmern.

00:13:30: Und es schwere Tragen, das können wir mal den Robotern

00:13:33: überlassen.".

00:13:34: Ich meine, das hat ja am Anfang bei der Einführung, weiß ich noch, hatten er auch drüber gesprochen netten nur positive Wellen schlagen.

00:13:41: also da gab's ja durchaus auch Kommentare.

00:13:43: von wegen nimmt uns jetzt sogar in der Gastronomie der Roboter den Job weg.

00:13:47: Ja, das ist richtig!

00:13:48: Also es gab relativ wenig positiven Anklang am Anfang.

00:13:52: Also natürlich die Mitarbeiter wieder als alle erstes, oh nein das brauchen wir nicht.

00:13:56: und was kommt der Simon jetzt da wieder an?

00:13:59: Aber natürlich dann auch wieder die Gäste ja also als allererst natürlich die Facebook-Kommentare nicht zu vergessen die dann anfangen mit die Arbeitsplätze werden weggenommen.

00:14:08: Das ist gar kein Service mehr richtig und es hat natürlich schon ein bisschen gedauert um dort sowohl die Mitarbeiter als auch die Geste dafür ein bisschen zu sensibilisieren was sehr Positives ist und dass eigentlich dieser Kern von der Gastronomie dadurch trotzdem erhalten bleibt.

00:14:25: Und vielleicht sogar auch gestärkt wird, ja?

00:14:27: Und auch ganz wichtig, das dadurch natürlich keine Arbeitsplätze entfallen.

00:14:32: Also der Roboter ersetzt ganz klar keinen Mitarbeiter.

00:14:35: Er ist ein Zusatz, er ist ein kleines Extra für die Mitarbeiter.

00:14:40: in größeren Filialen kann er durchaus vielleicht mal kann man sich einen Mitarbeiter vielleicht mal einspannen.

00:14:46: Aber das ist gar nicht das Wesentliche, sondern vielmehr einfach wirklich die Mitarbeiter viel mehr um das Wohlbefinden des Gastes kümmern können.

00:14:55: Das ist so der Kern von der ganzen Sache und es ist eben den Mitarbeitern einfach körperlich, dass sie entlastet werden.

00:15:01: Man könnte auch sagen ein ergonomisches Hilfsmittel weil es ist einfach ein rollendes Tablett.

00:15:08: Das ist mein Bild.

00:15:09: Roboter klingt so, als würde hier ein elektronischer Roboter durch den Raum laufen.

00:15:18: Es ist einfach nur ein rollendes Tablett, was eben wirklich so gut gesteuert ist, dass es an meinem Tisch mit meinem Essen stehen bleibt.

00:15:26: und mit deiner Erklärung jetzt auch ... Ich habe überlegt, als wir das letzte Mal hier waren, genau so ist es!

00:15:34: Der Roboter kommt Und dann ist... eine von deinen Mitarbeiterinnen, die kommt dann und erhält sich mit uns.

00:15:45: Und fragt ihr auch, passt das alles?

00:15:47: Und jetzt, wo du sagst, fällt mir das erst auf ... Das ist so in dieses Gespräch, was man ja vielleicht auch sucht, wenn man in eine Kneipe geht und will ein nettes Gespräch mit dem Kneipje oder dem Parkkeeper wie ihm immer haben.

00:16:04: Einfach einen lockerer Austausch.

00:16:06: Der is ja immer!

00:16:07: noch da und vielleicht sogar, wie du sagst stärker weil ich muss mich nicht drauf konzentrieren.

00:16:14: Wie balanciere ich jetzt diesen Salat?

00:16:17: Und fällt mir auch nichts runter an den Tisch sondern... Ich hab Zeit und kann einfach nur gucken, ob jeder seinen Essen hat.

00:16:27: Und kann dann noch mal ganz entspannt guten Appetit wünschen?

00:16:30: Ja richtig!

00:16:31: Ja schön ist es dir auch so aufhält oder dass du das auch so wahrnimmst.

00:16:35: ich sage immer ein ganz gutes Beispiel dafür ist wenn sich jetzt der Mitarbeiter mit euch zum Beispiel am Tisch unterhält Dann wer jetzt vor den Robotern klingelt dann die Glocke in der Küche.

00:16:44: Essen ist fertig.

00:16:45: was muss der Mitarbeiter denn musst sofort zur Küche spüren?

00:16:47: weil erst wird er sonst kalt So, und jetzt kommt der Roboter.

00:16:51: Und der Mitarbeiter kann sich bei weiterer mit euch auch unterhalten... ...und muss nicht extra in die Küche rennen weil das Essen fertig ist, sondern der Robot fährt das Essen ja gerade an den anderen Tisch.

00:16:59: Dann geht der Mitarbeiter zum anderen Tisch und hält sich ein bisschen mit denen.

00:17:03: Er hat wirklich effektiv mehr Zeit für den Gast.

00:17:07: Das war's!

00:17:07: Die Gäste aus Suchen ganz klar.

00:17:09: also es ist wirklich die Gastfamilieb davon.

00:17:11: diese wollen auch trotzdem ... bedient werden, dieses Gefühl bedient zu werden und einen menschlichen Ansprechpartner dazu haben.

00:17:18: Der Service-Mitarbeiter muss immer ein bisschen Entertainer auch mit sein, der muss für gute Stimmung am Tisch sorgen... Und da kann er viel besser!

00:17:29: Kann ich absolut bestätigen, also dieses Bedientwerden.

00:17:34: Wenn man so für viele hungrige Mäuler da zu Hause kochen muss und immer viel auffahren muss das ist herrlich einfach mal sitzen zu dürfen und da kommt jemand und stellt mir was hin und der räumt es dann auch weg.

00:17:46: Ja

00:17:46: genau richtig und spült es auch.

00:17:49: Aber dann bekommt ja auch der Service Mitarbeiter wieder sozusagen ursprünglich einen Service zu bieten

00:17:56: Richtig.

00:17:56: Also dann kommen wir da ja auch wieder näher?

00:17:58: Genau, richtig!

00:18:00: Und vielleicht was auch noch wichtig zu erwähnen ist wenn man diese kleinen Order Cubes am Tisch, das sind kleine Würfel über die der Gast des Service-Personals zu sich rufen kann.

00:18:11: Das ist eigentlich ein Kälnerruf sozusagen und da drückt einfach der Gast dann einmal drauf und dann ist der Kellner innerhalb von einer Minute auch am Tisch und steht bereit um da die offene Wünsche auch noch zu erfüllen.

00:18:25: Ich denke, das macht einen effizienten und guten Service dann noch dementsprechend auf.

00:18:29: Das ist immer wenn ich jemand brauche kommt doch jemand sofort zu mir her Und auch durch den Roboter.

00:18:33: das Essen geht natürlich auch schneller.

00:18:35: Es ist einfach schneller da die Getränke sind schneller am Tisch.

00:18:38: Ja und es ist auch was ich immer wieder merke Die Leute haben keine Zeitigen essen und erwarten dass Essen schnell da ist.

00:18:44: Ja, vor allem in den Mittags.

00:18:45: Keiner wartet gerne lange insbesondere im Mittag.

00:18:47: Das ist wirklich fast schon schlimm würde ich sagen weil da ist ja wirklich gefühlt alles was über zehn Minuten auf.

00:18:51: Wann kommen wir denn nicht mal essen?

00:18:53: Aber auch am Abend trotzdem die Leute sind glaube ich schon dankbar dass das Essen schnell kommt und sich darauf verlassen können, dass es jedes Mal schnell kommt.

00:19:01: Abhängig ist davon wie viel Loses das Essen lange oder kurz dauert.

00:19:06: Das stimmt.

00:19:07: Da sind wir in Deutschland ganz besonders als ich war jetzt gerade in Frankreich im Urlaub Ganz besonders viel Zeit zum Essen und beim Essen.

00:19:17: Und da hockst du auch erst mal ein bisschen... Ja, ganz andere Kultur.

00:19:22: Die genießen dieses Miteinander glaub ich ein Stück weit mehr als wir hier.

00:19:27: Aber gut eine andere Geschichte!

00:19:30: Jetzt ist das ja der Status quo von heute.

00:19:32: aber nimm uns doch mal mit auf die Reise wie die Anfänge war.

00:19:36: Ich meine, The Eatery ist jetzt im Jahr zwei tausend neunzehn gegründet worden.

00:19:39: Das ist jetzt sieben Jahre her ... ähm, gemacht worden.

00:19:46: Da saß ja auch noch mit der Unternehmensstruktur ein bisschen anders da aus.

00:19:49: Das Cang-Geschäft lag woanders.

00:19:51: also wie bist du eigentlich jetzt dazu gekommen?

00:19:53: Zu sagen hey ich mach das Ganze jetzt schon sieben Jahre, wenn wir mal zurückrechnen in den Jahr zwei tausend neunzehn, dann haben wir Abitur gemacht.

00:20:00: Ja direkt nach dem Abiturt im Prinzip da reingestartet ist es ja schon ungewöhnlich.

00:20:06: Ja

00:20:06: durchaus, also ich glaube da sollten die Bogen jetzt gleich ein bisschen größer spannen.

00:20:12: So, ich komme ja meine Familie.

00:20:14: Die hat seit Jahrzehnten einen Imbissbetrieb gehabt und da bin ich auch groß geworden auf Volkfesten, auf allen weiteren Festen wo Bratwürste, Steaksämme usw.

00:20:25: verkauft worden sind.

00:20:25: Da hab' ich schon von früh an das Arbeiten gelernt.

00:20:29: Deswegen kann ich auch sagen, ich habe schon zwanzig Jahre Berufserfahrung.

00:20:32: Ich habe mit fünf des ersten Mal schon die Sardinen am Volk fest ausgenommen haben.

00:20:38: Und das ist so ein bisschen der Ursprung.

00:20:39: Also schon immer irgendwo ein Gastro-Kind gewesen, aber eben in diesem Imbisssegment und... Dann während der Schule, ganz krass just ist er vorhin schon gesagt Hausaufgaben abgeschrieben.

00:20:50: und derjenige der die Hausaufgamme abschreibt.

00:20:52: Der weiß auch nicht was er nach dem Abitur machen soll.

00:20:55: also wurde ich mal dann von den Eltern in eine Lehre geschickt in ein duales Studium zu McDonalds.

00:21:01: Das war im Nachgang auch einer der besten Entscheidungen von ihnen.

00:21:07: aber da habe Ich sehr viel lernen dürfen und hab Mal einen ganz anderen Blickwinkel auf die Gastronomie kennenlernen dürfen.

00:21:15: Vorher nur dieses Inmissgeschäft gekannt und dann gleich mal zu dem Fastfood-Giganten, ja?

00:21:20: Und zu den Marktführer auch mal geschickt worden.

00:21:24: Dort habe ich mein duales Studium angefangen, würde ich mal sagen.

00:21:31: Dann ist es leider dazu gekommen, dass Papa, als ich dann achtzehn war, an Krebs verstorben ist.

00:21:38: Das war natürlich noch der Moment, wo das Ganze so ein bisschen in die Schieflage gekommen ist.

00:21:44: Ja, ich war in Erfurt zum Studium und dann ging es ihm ja schon gesundheitlich sehr schlecht in dieser Zeit.

00:21:52: Und da war so eine Frage der Zeit.

00:21:55: Das wussten wir, das haben die Ärzte so gesagt.

00:21:59: Und gleichzeitig kam natürlich als hätte es nicht gereicht noch Corona dazu.

00:22:04: Also das ist wirklich der doppelte Worst Case.

00:22:07: Der Worst-Worst-Case, das ist schlechter geht es gar nicht weil natürlich auch der Papa damals immer die Geschäfte mit der Mutter zusammen auch geführt hat aber der Papa natürlich der Hauptverantwortliche dafür war.

00:22:19: dann bricht er weg und dann ist natürlich die Mutter alleine zu Hause mit den restlichen Geschäften Aber natürlich auch so ein bisschen ohne diese richtige.

00:22:33: Da hat einfach was gefehlt Sagen wir es mal so.

00:22:36: Das war schon vom Volumen her, dass man sagt, der hätte auch diese zwei Leute gebraucht.

00:22:42: Ich war weg im Studium und hatte dementsprechend relativ wenig Handlungsspielraum um da mitzuhelfen.

00:22:50: Ja, damals hat der Papa noch die E-Tree so mit geplant.

00:22:55: Zumindest ist dann in dieser Planungsphase bzw ganz anfänglichen Eröffnungsphase auch verstorben.

00:23:03: also heißt komplett neues Geschäft was noch gar nicht etabliert ist wo das Konzept auch noch nicht ausgereift ist und Corona alles zuerst mal gemacht, die ganzen Verträge, also sprich Miete musste weitergezahlt werden.

00:23:16: Die ganzen Mitarbeiter natürlich auch, die eingestellt worden sind, die muss das ja auch irgendwie weiter bezahlen so dass sehr viele Probleme die helfen zu bekommen dementsprechend weil das Geschäft diese Jahre vorher noch gar nicht da war.

00:23:28: und dann stand ich an dem Punkt wo es wirklich hieß okay was machen wir jetzt?

00:23:34: Die Geschäfte, das läuft jetzt alle wirklich den Berg Also bergabt, da wird jeden Monat werden sehr viele tausende von Euro an Geld verbrannt.

00:23:44: Gleichzeitig bin ich mehr oder weniger handlungsunfake weil ich einfach woanders bin beim Studieren und dann muss sie in der Entscheidung treffen.

00:23:52: Endweder mache jetzt ganz normal mein Studium fertig um danach vielleicht zu hoffen dass es dieses Geschäft noch irgendwie gibt.

00:24:00: oder ich sage jetzt okay ich muss jetzt hier eine Notbremse reinhauen mich auf die Situation einstellen, zu sagen okay ich muss jetzt zu Hause voll mit anpacken weil es wird sonst einfach dieses Geschäft auch den nächsten... ...ein, zwei Jahre nicht mehr geben.

00:24:17: Das ist wirtschaftlich dann auch nicht mehr möglich.

00:24:21: Dann wäre es nicht mehr möglichst gewesen.

00:24:23: und dann habe ich eben nach zwei Jahren McDonalds Studium gesagt ok Ich mache das Studium weiter aber ich wechsle seinen Praxispartner ... und hab den dann eben ins eigene Geschäft gewechselt.

00:24:34: Ja, und habe dann hier in der E-Tree, hier Neumarkt ... ... während ich studiert habe auch gearbeitet also sprich dann natürlich auch während der Theorie Phasen ... ... habe ich mitgearbeitet.

00:24:44: Also es war ja während Corona die erste Zeit noch das Mitnamegeschäft erlaubt... ... in der ersten Welle bevor man da ganz schließen musste.

00:24:52: Und hab dann hier natürlich mein bestes gegeben um irgendwie das Ganze wieder so halbwegs ... ... die Kiste hier wieder zum Laufen zu bringen, auch wenn es eher vergeblich war.

00:25:05: Weil es natürlich anfänglich dauert einfach sehr lange... ... zum Geschäft wieder oder erst mal zu entwickeln.

00:25:15: und am Anfang war Dietri auch noch ein ganz anderes Geschäft.

00:25:19: da waren natürlich sehr stark diese Einflüsse vom Imbiss auch da.

00:25:21: also das war letztendlich bei Dietri am Anfang einen Imbis nur ein bisschen ... besserer im Biss.

00:25:28: Das war vielleicht dort die Idee vom Vater damals, das hier so umzusetzen.

00:25:33: und dann habe ich aber irgendwann gemerkt... dass das Ganze hier so nicht funktioniert.

00:25:39: Ich bei McDonalds viel gelernt habe, aber immer ein Problem hatte mich mit diesen Werten zu identifizieren.

00:25:47: Ich war damals auch übergewichtig Eine sehr lange Zeit.

00:25:53: Auch bestimmt durch den Imbiss, da war ich selber auch immer der beste Gast.

00:25:58: und irgendwann kam auch so ein bisschen der Lebenswandel in diese gesunde Ernährung und dieser gesunde Lebensstil.

00:26:05: und dann habe ich gesagt okay müssen wir hier auch dieses Konzept ändern weg von dieser ungesunden Imbis-Küche hin zu einfach einer gesundheitsbewussten Ernährungen.

00:26:16: Und dann haben wir hier dementsprechend über viele jahre hinweg auch langsam dieses konzept Umgestellt und haben immer mehr diese alten teile dieses alte image fallen lassen können.

00:26:25: das war wirklich eine lange entwicklung auch.

00:26:27: und dann sind wir.

00:26:29: Viele Jahre später jetzt eben an dem punkt wo des konzepten ganz anderes ist aber was sich auch herausgestellte was am markt funktioniert dass die gestern so eben wollen haben wollen Was ja besonders schwer war, weil man hat auf der einen Seite dann natürlich damals seine wenigen Stammgäste und dann macht man auf einmal die Currywurst aus dem Sortiment raus.

00:26:51: Da macht man die Pizza aus seinem Sortiment heraus.

00:26:53: Sondern es sind natürlich die Leute, die damals die Gäste waren, auch jetzt komme ich natürlich nicht mehr.

00:26:57: Und dann steckt er erst mal übrigens weiße da, hat gar keine Stamm-Gäste mehr, weil die neuen, die hat man noch nicht so wirklich herholen können und die Alte sind weg, weil sie sagen das gibt's ja gar nicht mehr ist ja gar kein Inmiss mehr hier.

00:27:09: Deswegen eine harte Entwicklung gewesen, die wirklich sehr viel Mut auch gebraucht hat.

00:27:16: Zu sagen, meine Brüder immer zu mir, wenn der Vater das gewusst, dass du hier seine Currywurst aus dem Sortiment rausnimmst.

00:27:25: Da hätte er schlimme Dinge mit mir gemacht!

00:27:27: Nein also es war ihm wirklich heilig und da hat er fest dran geglaubt, dass das einfach die Zukunft auch so ist.

00:27:33: aber da habe ich denke... eine ganz gute Entscheidung getroffen, das so eben anzupacken und einfach wirklich die Richtung einmal um hundert-achtzig Grad zu drehen.

00:27:47: Und dann hat sich das Konzept einfach über Jahre quasi immer weiterentwickelt.

00:27:50: angefangen, die Currywurst rauszuschmeißen?

00:27:52: Die Currywurst rauszuscheißen!

00:27:54: Dann auch mal das gesamtausendliche Servicekonzept.

00:27:56: Das sind natürlich Selbstbedienungen wie das für einen premium Imbiss der Standard ist... festgestellt, okay funktioniert auch nicht mehr Self-Service also muss man vielleicht auf ein Full Service Konzept umsteigen.

00:28:09: Solche Sachen dann angefangen.

00:28:11: die Produktkategorie.

00:28:12: wir hatten ja damals die Pizza da, Pizzaofen rausgemacht weil ich gemerkt habe das funktionierte nicht aber auch mal ganz langsam angetastet.

00:28:20: Also nicht die Pizza sofort raus gemacht sondern erst angefangen.

00:28:23: wir verkaufen jetzt vegane Pizza und unsere neue Zielgruppe die eben... viel vegan und vegetarisch ist, um die vielleicht damit mehr abzugreifen.

00:28:30: Trotzdem funktioniert trotzdem nicht so wie man sich das vorstellt.

00:28:33: also dann irgendwann den Schritt gegangen ganz das rauszumachen in die Küche mit umgebaut auf die neuen Produkte.

00:28:38: ein sehr langer Weg der sehr viel Try and Error war.

00:28:43: Also Simon ich muss jetzt mal noch ein paar Fragen stellen die mir während des Gesprächs gekommen sind.

00:28:48: du hast eben begonnen und hast gesagt, deine Eltern haben die Entscheidung getroffen weil ich nicht wusste was ich tun sollte.

00:28:57: So ähnlich hast du das formuliert und haben dich in eine Lehre beziehungsweise in duales Studium geschickt.

00:29:05: also jetzt haben wir ja schon ein paar Podcasts auch geführt mit ein paar Familien geführten Unternehmen wo eben auch die Kinder dann so langsam reingewachsen sind.

00:29:17: Momentan haben wir auch in unserem letzten Podcast drüber gesprochen.

00:29:24: Ist ja eher so, nach einem Studium muss ich mich erst mal finden und dann muss ich erstmal auf Weltreise gehen.

00:29:31: Also ... Jeder, der beim nächsten Volksfest sich eine Currywurst und Pommes an so einem Imbissstand holt.

00:29:39: Ich weiß ... Henry, du hast auch dem Simon hier unter im Imbus unterstützt?

00:29:45: Richtig!

00:29:46: Unser Jungs war so einer Client, er war auch, glaub ich, ab und zu da... Vorher in

00:29:49: der E-Tree?

00:29:50: Genau, hier auch ein

00:29:51: ... Da ist bester Pizza Becker.

00:29:52: Genau, in der e-TREE Und wenn die nach Hause gekommen sind, dann waren sie wirklich... Also das ist ein Knochen-Tropweil.

00:30:00: Das ist wahnsinnig heiß.

00:30:03: und also das allerhöchsten Respekt vor denjenigen, die da stehen, die das machen, ja?

00:30:10: Das ist Punkt eins!

00:30:11: Da will ich jetzt gar nicht einmal mal so darauf hinaus.

00:30:13: aber du hast es von früher Kindheit kennengelernt und dann haben deine Eltern nicht gesagt naja Kind jetzt weißt nicht was du machen willst Dann entscheiden wir für dich.

00:30:27: Habe ich das jetzt so richtig zusammengefasst?

00:30:29: Und wenn ich dich jetzt angucke, du lachst werde ich nicht sehen können aber du laches dabei.

00:30:34: also es ist wirklich vollkommen in Ordnung gewesen ganz im Gegenteil.

00:30:38: Du hast eben gesagt und es war die beste Entscheidung ja

00:30:41: im nachgang auf jeden Fall.

00:30:42: Also am Anfang wurde man durchaus teilweise schief angeschaut Wenn du gesagt hast ah du arbeitest bei McDonalds Weil schon dieses Image teilweise natürlich auch besteht.

00:30:55: Der wird nix, der geht zu McDonalds durchaus so verbreitet.

00:30:59: Dieses Bild was völliger Quatsch ist meiner Meinung nach.

00:31:03: aber deswegen war es am Anfang keine Entscheidung die ich selber getroffen habe von der ich auch so mittelmäßig... ... begeistert war am Anfang, ja.

00:31:11: Weil ich mich auch noch nicht.

00:31:12: diese Begeistung, die ich jetzt für diese Branche habe, ... ... diese Leidenschaft dafür.

00:31:16: Die hat sich natürlich auch erst entwickelt über die Jahre hinweg.

00:31:19: Das war jetzt nicht so, dass ich gesagt habe, oh das ist meine Vision mit achtzehn Jahren hier die E-Tree und nein!

00:31:26: Das war überhaupt nicht mein Plan.

00:31:28: Ich wusste gar nicht wo die Zukunft mich auch hinschreibt?

00:31:31: Und ganz wichtig ist auch zu sagen... ... das Ganze, die Geschichte hatte er sich einfach durch diese Umstände Corona und den Tod vom Vater auch so eben entwickelt.

00:31:42: Und wer weiß, ich bin mir sicher das Ganze ... Wir würden vielleicht gar nicht hier sitzen, wenn diese Sachen jetzt nicht passiert wären?

00:31:50: Weil dann wär's immer noch so der Vater ist mit dabei und der macht hauptsächlich seine Geschäfte.

00:31:56: Man darf halt so wie es damals war, er hat das sagen und man hilft halt so dann immer mit.

00:32:02: Befehlsausführer!

00:32:04: Jetzt endlich, also so was damals.

00:32:06: War schon Patria hart?

00:32:07: Ja durchaus richtig!

00:32:09: Das hat auch unser Freund der David immer spüren dürfen natürlich aus am einen oder anderen Ende.

00:32:14: meine ganzen Freunde die ja auch alle mit helfen ... durften mussten, ja wie auch immer.

00:32:21: Ja deswegen hat sie...

00:32:22: Die haben ja auch ein Geld dafür bekommen, also das wollen wir hier nicht unerwähnt lassen.

00:32:27: Das

00:32:27: stimmt!

00:32:27: Ich glaube Sie waren noch dankbar über die Zeit, dass sie damals einfach arbeiten konnten.

00:32:31: Weil ich meine so mit fünfzehn Jahre natürlich weil unter sechszen darf man nicht arbeiten.

00:32:36: Unter fünfzehnen arbeiten nur die eigenen Kinder vollkommen

00:32:39: klar.

00:32:41: Richtig.

00:32:43: Genau.

00:32:43: Und weil du es auch gesagt hast mit Weltreise und so weiter, wer weiß wo das Leben danach hingegangen wäre?

00:32:48: Aber ich sage immer, ich hatte ja keine Wahl also ich hatte ... Ich konnte mich dann auch danach nicht entscheiden.

00:32:53: Also nachdem dann das mit Corona und einem Vater war, war's einfach so, du stehst da mit der Verantwortung drinnen und er fragt dich, oh willst du jetzt die Geschäftsweite?

00:33:02: Wann willst du hier in den Schiff mit einsteigen was gerade singt?

00:33:05: Nein, du musst das einfach machen!

00:33:07: Weil du kannst uns die Mutter hängen lassen Das ist natürlich noch eine Möglichkeit aber das ist natürlich Also geht nicht, ist klar.

00:33:14: Das heißt du musst damit rein.

00:33:16: Punkt!

00:33:16: Ob du willst oder nicht?

00:33:18: Wahnsinn...

00:33:19: Du kannst es nicht einfach anders machen weil du hängst ja letztendlich auch durchaus teilweise in den Firmenkonstrukten dann teilweise mit drinnen in den Sachen das heißt du bist da auch wenn damals habe ich auf jeden Fall nicht die Verantwortung gespürt weil ich mir gedacht ja ich stehe halt mit drin teilweise im GBRs aber ich führe die Geschäfte nicht und das ist halt einfach nur förmlich das ganze.

00:33:40: Aber bis ich dann gemerkt habe, oh nee so förmlich ist es doch ein bisschen mehr als das und ab dafür hier rein.

00:33:47: Und dann von früh bis spät hier drin.

00:33:48: Ich weiß noch damals hier also wenn der Corona-Zeit Laptop aufgeklappt in den Vorlesungen immer mit drin gewesen ja während des Geschäfts hier war weil ich musste hier arbeiten Ja?

00:33:58: Und dann immer Ärger bekommen von den Dozenten ja immer gesagt Mikrofon geht nicht Kamera geht nicht und dann hab' ich immer ... nach der halben Stunde einfach zugeklappt und sagt, komm das ist sinnlos.

00:34:07: Also ich brauche es nicht zu tun, weil jetzt würde ich bei der Vorlesung ... ... mit teilnehmen, wenn ich das gerade überhaupt nicht mache!

00:34:14: Ja ja...

00:34:14: Es war aber wirklich sehr spät, weil die Entscheidung auf so ein sinkende Schiff zu gehen ... ... und zu sagen okay, ich kann ja davon nicht leben also ... ... das ist wirklich nur Schadensbegrenzung.

00:34:26: Und zu sagen, okay ich gebe diese Studium in Sinne ... ... also ich geb das jetzt auf, ich schmeiß das jetzt weg ... ... aber ich springe noch was, was viel viel unsicherer ist?

00:34:33: Wo ich gar nicht weiß, ob ich davon jemals leben kann.

00:34:35: Ja... Du hast vorhin gesagt ihr lacht immer noch darüber, deine Brüder sagen was wird der Vater sagen mit der Currywurst?

00:34:45: Was glaubst du denn wenn dein Vater von wer weißt wo auch jetzt hier runter zu uns schauen würde, was würde er dann zu dir sagen?

00:34:54: Also ich glaube insgesamt wäre er wirklich zufrieden ja mit dem was jetzt daraus geworden ist.

00:35:02: den Weg dahin Ich sag mal, den müsst ihr jetzt nicht unbedingt erfahren.

00:35:06: Das ist der IMS.

00:35:07: Ich hab mir dann damals auch die Entscheidung getroffen ... das ganze IMS-Geschäft mit aufzugeben und konnte es dann weiter verkaufen noch und habe gesagt okay wir setzen alles auf diese eine Karte von der E-Tree.

00:35:21: Es war auch ne Spielgeentscheidung weil's Problem war, IMS damals, das war das einzige Geschäft was Geld abgeschmissen hat ja wo ich mich aber nicht mit identifizieren konnte.

00:35:30: Die E-tree war das wo ich die Zukunft auch drin gesehen habe womit man auch kein Geld damals verdient hat.

00:35:35: Und dann zu sagen, okay ich trenne jetzt diese ganzen alten Geschäfte die eigentlich die Cashcows sind... Die verkaufe ich, die gebe ich auf.

00:35:42: da hat mich auch jeder angeschaut sagt Simon was machst du das kannst du noch nicht machen?

00:35:46: Weil das ist ja das sind natürlich die besten Geschäften wie soll es denn funktionieren?

00:35:49: Ich habe gesagt nein ich kann mich nur für eine Sache konzentrieren und ist voll!

00:35:52: Das habe ich gelernt bei meinen Eltern.

00:35:53: immer versucht auf verschiedenen Hochzeiten zu tanzen und es ging meistens nach hinten los Weil nirgendwo konnten wir wirklich hundert Prozent ins Detail reingesteckt werden von der Arbeit her, sondern es war halt überall viel.

00:36:06: Aber nie halt so dass man sagt okay das ist jetzt wirklich perfektioniert und das war immer schon durchaus mein Anspruch eingeschäft und das dafür richtig gut zu machen aber auch eine der vielen Entscheidungen die auch ganz schnell nach hinten los hätten gehen können.

00:36:23: Ja, aber also erstens mal so diesen Mut zu haben.

00:36:27: Auch die Familiengeschichte sag ich jetzt mal in Anführungsstrichen hinter sich zu lassen und die Currywurst abzuschneiden zeigt ja auch wie in Anfahrungsstriche ein Furchtlos du bist oder vielleicht ist furchtloses falsche Wort.

00:36:41: Aber dass das du einfach sagst Die Zeit hat sich verändert wir müssen was neues machen und auch spannend.

00:36:49: Darauf würde ich jetzt gerne nochmal hinaus.

00:36:52: Das hast du nämlich vorhin auch gesagt, deine Werte haben sich verändert und du warst nicht mehr so einverstanden mit den Werten von McDonalds, hast dann hier ins eigene Unternehmen gewechselt und das finde ich sehr spannend weil es ist erleben wir ja auch ganz oft.

00:37:10: Du hast dann gesagt So in der Art, ich bin zu einem gesünderen Lebensstil gewechselt.

00:37:16: Und das würde mich noch mal interessieren ... Was war?

00:37:21: Gab's einen Auslöser?

00:37:22: oder wie kam es, dass du gesagt hast,

00:37:25: nee...

00:37:26: Also jetzt Pommes und Currywurst, das daugt mir jetzt nimmer!

00:37:31: Oder ich muss hier irgendwas verändern?

00:37:35: Mhm, ja ist eine gute Frage.

00:37:36: Ich glaube auch relativ einfach zu beantworten, Wissen mir angeeignet habe, wie wichtig es ist einen gesunden Lebensstil zu führen.

00:37:47: Wie wichtig es körperlich gesund zu sein.

00:37:49: Zu wissen was es bedeutet sehr viel von diesen in Anführungszeichen schlechten Essen zu essen.

00:37:56: Was sie mit dem Körper eigentlich macht und was sie mit einem Geist eigentlich macht.

00:38:00: Es gibt den Spruch du bist was du isst und wenn man sich damit mal näher beschäftigt das stimmt.

00:38:06: Auch bei McDonalds hab ich gesehen natürlich die Zielgruppe die ist schon klar Und die Zielgruppe, die kommt auch.

00:38:13: Da hab ich irgendwann gemerkt ... dass die Kinder schon wieder so groß gezogen werden.

00:38:19: Teilweise drei, vier Mal auch die Woche damit den Eltern kommen.

00:38:22: Auch dementsprechend einfach übergewichtig sind durch diesen Lebensstil.

00:38:27: und da hab ich dann irgendwann gesagt... Bei McDonalds?

00:38:31: Ja bei McDonald's.

00:38:34: Wenn man dann auch mal trau ist, was steckt in den Produkten eigentlich drinnen?

00:38:39: Und wie sind die Nährwerte davon?

00:38:40: Immer dieses Gefühl.

00:38:41: Man isst bei McDonalds und man ist dann kurzfristig schon befriedigt definitiv.

00:38:46: also wir schaffen das ja mit dem Produkten dass es wirklich... Was auslöst dem Gehirn, dass es dieses Gefühl gibt, oh das ist lecker davon brauche ich mehr.

00:38:53: Es wird eine Droge, Zucker, Salz, Fett, diese Kombination die macht das Ganze aus.

00:38:59: aber dann drei vier Stunden später denkt man sich ähnlich hätte man halt doch mal lieber was anderes gegessen oder?

00:39:04: Ich glaube dieses Gefühl kennt ihr... Wahrscheinlich nicht.

00:39:11: Aber ich denke, ihr könnt es bestimmt nachvollziehen was ich da meine.

00:39:15: und dann habe ich einfach gesagt okay nein ich möchte für mich selber das machen und ich möchte auch anderen Menschen diese Möglichkeit geben sich gesund ernähren zu können und diesen gesunden Lebensstil zu führen ... und auch viel, was ich vielleicht noch nicht so viel erwähnt habe.

00:39:30: Dieses veganen, vegetarische ist für mich auch ein großes Thema.

00:39:33: Einfach zu sagen okay, wir haben bewusster Fleischkonsum... Also nicht uns sagen okay natürlich beziehen wir unser Fleisch von regionalem Partnern natürlich aber gleichzeitig bieten wir auch eine große vegane und vegetarischen Auswahl.

00:39:44: weil ich auch trotzdem in der Meinung bin es muss wirklich nicht jedes Mal fleischern und es gibt wirklich super gute Alternativprodukte auch und wenn die gut in Szene gesetzt sind dann ist das absolut kein Verlust, die zu essen

00:39:57: Ja.

00:39:58: Jetzt hast du hier mit der Filiale einen gewissen Spirit, einen gewisse Ruf, ein gewisses Image aufgebaut und die Geschichte bleibt ja nicht hier in Neumarkt stehen sondern die Geschichte geht jetzt her.

00:40:11: weiter zu sagen wir haben vorhin schon den Begriff System Gastronomie angesprochen in die nächste Filiale.

00:40:18: also das zeigt ja zumindest dass das Konzept hier so wie es ist funktioniert und dass es angenommen wird.

00:40:25: Wann hast du jetzt gesagt zu sagen, von der anfangs wirklich schwierigen Zeit irgendwie geschafft das Tragfähig zu machen?

00:40:32: Und dann aber zu sagen ... Ich bleib ja nicht stehen.

00:40:35: Sondern ich geh quasi wieder ins Ungewisse-Springen und ins kalte Wasser.

00:40:40: Wo man jetzt sagen könnte, jetzt hab ich es hier einigermaßen geschafft.

00:40:42: Das ist recht angenehm für eine komfortabende Situation.

00:40:46: Aber dann zu sagen ne, ich mach weiter!

00:40:50: Ja, ist eine gute Frage, Henry.

00:40:52: Also... Es ist so.

00:40:58: Damals war ich ja sehr viel operativ hier drinnen.

00:41:01: Von früh bis spät werden fast keine Mitarbeiter hier und dementsprechend war ich jede Schicht auch mit da und hab das ganze operativ gearbeitet, habe die Küche gemacht, Service gemacht, gespült wirklich alles von vorne bis hinten durch.

00:41:15: so dann irgendwann wirklich also immer eine ich rede jetzt in großen Sprüngen ist es dann gekommen größeres Team mehr Gäste natürlich auch mehr Öffnungstage.

00:41:27: Irgendwann hat sich das dann ergeben, dass ich selber so weit aus dem operativen Geschäft draußen war.

00:41:36: So drei vier Jahre, würde ich sagen, hat es schon gedauert also wirklich sehr langer Weg.

00:41:40: aber wo ich gesagt habe, okay jetzt hab' ich einen Tiefe von supertollen Menschen die auch diesen Spirit leben ja diese auch eine Familie hier die Mitarbeiter und die den Laden in meinem Sinne zu führen und ihn behandeln, als wäre es auch ihr eigener Laden.

00:41:57: Und dann war ich natürlich an dem Punkt, wo ich gemerkt habe okay was machen wir jetzt als nächstes?

00:42:02: So in der Systemlastomie kannst du nicht sagen hey, du vergrößerst deinen Bestandsladen hier das funktioniert schwierig, du hast dir eine feste Immobilie.

00:42:11: da kannst du ja mal sagen okay, da baust du jetzt irgendwie ran um das größer zu machen sondern die einzige Möglichkeit um zu wachsen ist einen weiteren Standort zu öffnen.

00:42:19: Das war dann für mich einfach der Zeitpunkt, wo ich merke, okay zu Hause jetzt gehen so ein bisschen diese fünfzig-sechzehnte Stundenwochen.

00:42:27: Hier habt man dann irgendwann nicht mehr wenn du nicht mal in diesem operativen Tagesgeschäft mit drin bist.

00:42:32: und dann habe ich mir überlegt, okay müssen wir den nächsten Schritt gehen?

00:42:35: Und der nächste Schritt liegt natürlich nahe weiterer Standort und dann angefangen.

00:42:41: erst einmal das war schon die erste Besichtigung von diesem Standort war zwei tausend vierundzwanzig.

00:42:51: Es ist schon wirklich lange her und der Standort ist immer noch nicht eröffnet.

00:42:54: Also es ist ein sehr, sehr langer Prozess bis es dahin geht.

00:42:58: Es ist dann Nürnberg geworden also irgendwas natürlich was auch hier sehr in der Nähe ist.

00:43:02: das ist mir ganz wichtig gewesen.

00:43:05: Und ja da sind wir seit dem Jahr zwentzwanzig eben in der Planung für diesen weiteren Standort jetzt auch schon in der Ausführung aber die Baustelle zieht sich leider noch ein bisschen ein paar Monate noch Anfang nächsten Jahres, da muss es auf jeden Fall losgehen.

00:43:23: Und dann habe ich auch wieder sehr viel zu tun und eine große Herausforderung vor mir.

00:43:30: Was nimmst du aus der Filiale hier in Neumarkt mit in die Filiale nach Nürnberg?

00:43:37: Ich glaube das Wichtigste ist... ... zu sagen, sie erst mal Zeit zu lassen bis man diesen Schritt geht.

00:43:44: Weil expandieren heißt... dass jeder Fehler und jeder schlechte Prozess auch eins-zu-eins mitgenommen wird.

00:43:51: Und wenn man danach ausbessert, heisst das Auto, dass man das Ganze zweimal machen muss!

00:43:55: Also es ist schonmal für mich die wichtigste Erkenntnis gewesen,... ...auch an die Leute, die vielleicht selber mit ihrem Geschäft einen weiteren Standort eröffnen, erstmal den ersten Standort wirklich sehr viel Zeit in eine Prozessoptimierung ... reinzustecken und vorher gar nicht drüber nachzudenken, wo kann ich jetzt weiter?

00:44:12: Nächster Standort größer werden.

00:44:13: Größer werden, sondern die Probleme, die skalieren mit!

00:44:16: Das ist so das grösste Learning was ich daraus schon mal hatte... Und was ich jetzt auch merke es ist deutlich einfacher weil man weiß man kann die Sachen schon kopieren aber mit einem guten Gewissen kopieren auch.

00:44:33: Was nimmst du noch mit?

00:44:36: also wie schaffst du es diesen?

00:44:38: oder

00:44:39: was versuchst du zu machen?

00:44:41: diesen Spirit dieses Image?

00:44:42: Das ist was, wenn man hier reinkommt dieses Gefühl.

00:44:46: Wenn man hier Gast ist mit nach Nürnberg zu nehmen weil es ist ja nichts anderes wie ich baue eine zweite Niederlassung auf.

00:44:52: Ich habe jetzt quasi zwei Teams an zwei Standorten und bin aber für beide zuständig.

00:44:58: Ja, also ich meine es ist etwas schwierig zu sagen weil jetzt stand.

00:45:02: jetzt habe ich ja noch keinen Team für den Stand und aufgebaut.

00:45:05: Es ist noch ein bisschen zu früh dafür um die Leute dann wirklich auch schon gleich mit ins Team zu holen.

00:45:11: Weil es einfach keine Substanz da vor Ort gibt wo man das Ganze auch machen kann.

00:45:16: deswegen ist es noch so ein bisschen schwierig diese Frage auch zu beantworten weil sie natürlich in der Zukunft abzieht.

00:45:21: Ich glaube du zielst natürlich darauf ab wie dieses Bild und dieses Bild lebt natürlich Menschen Er lebt durch das Team insbesondere natürlich, was komplett neu aufgebaut werden muss und lebt dann auch diesen Spirit wieder an die Gäste mit weitergegeben wird.

00:45:36: Jetzt ist es halt alles sehr technisch, weil jetzt einfach mal so ein Projekt fertig gebaut werden muss.

00:45:41: Es sind sehr viele Zeichnungen und sehr viele Planungen einfach.

00:45:44: Und das ist dann eben der nächste Schritt.

00:45:48: Das ist für mich auch noch ein bisschen natürlich das Ungewisse.

00:45:51: Wie geht man denn vor mit einem komplett neuen Team zu starten?

00:45:54: Das wird eine sehr große Herausforderung sein.

00:45:56: nochmal.

00:45:56: Wir werden so vielleicht vierzig-fünfzig neue Gesichter dort brauchen und das ist eine große Herausforderungen!

00:46:04: komplett von null auf so ein Team aufzubauen und so viele neue Menschen kennenlernen zu dürfen, aber auch zu entscheiden wer passt besser ins Team.

00:46:13: Wer passt nicht so gut ins Team rein?

00:46:14: Da bin ich auch dankbar für die Erfahrung hier weil sie braucht man für sowas um diese Entscheidungen treffen zu können.

00:46:20: Man braucht eine sehr gute Menschenkenntnis dafür um zu verstehen welche Leute das wisst.

00:46:26: ihr seht ja auch selber dass diesbezüglich schlechte Entscheidungen die können sehr teuer werden schlechte Mitarbeiter einzustellen, schlecht im Sinne von dass sie einfach das Team eigentlich zerstören teilweise.

00:46:39: Also da gibt es ja ganz krasse Beispiele.

00:46:43: Da reicht ein oder zwei Leute die eine andere Intention haben und schon kann das ganze gesunde Team auch schon ganz schön negativ mit beeinflussen.

00:46:54: Ja.

00:46:54: Wie ist die Fluktuation hier bei dir?

00:46:56: Die geht ja auch nahezu gerne null, ne?

00:47:00: Also wenn ich hier gerade deine ... wie nennt ihr das hier eure Chevin vom Laden?

00:47:06: Die Betriebszeitung!

00:47:08: Die ist ja auch schon wahnsinnig lange hier bei Dir,

00:47:11: ne?!

00:47:12: Ja also auch jetzt schon seit knapp drei Jahren müsste es jetzt sein, also indem wir die auch wirklich gesucht haben.

00:47:19: diese Position und die Fluktuation ist Gott sei Dank sehr niedrig bei uns.

00:47:25: Wo ich unfassbar dankbar bin!

00:47:29: Vor allem bei den Vollzeitkräften natürlich.

00:47:31: Die Branche lebt auch viel durch Mini-Jobber, das ist klar, die braucht man noch, das is wichtig.

00:47:36: Ich rede immer ... Es sind eine natürliche Fluktuation.

00:47:38: Viele kommen, werden in der Studium zum Arbeiten als Minijob und wenn der Studiermann vorbei ist, die ziehen den anderen statt, dann sind sie weg.

00:47:46: Aber für mich nicht die Fluktuation in diesem klassischen Sinne.

00:47:50: Und auch in der Gastronomie lebt von dem Personal, von den Menschen dort ... teuer Mitarbeiter zu verlieren.

00:47:59: Ja, bei uns und deswegen tue ich alles in meinem Rahmen der Möglichkeiten, dass die Mitarbeiter nicht bei uns wirklich sehr wohlschön.

00:48:07: Was ist das?

00:48:08: Gibt man so ein paar Ideen was man da tun kann?

00:48:11: weil ich meine es ist ja schon wenn man sich auch den Branchendurchschnitt anguckt... ...was so Fluktuationszahlen angeht eher unüblich, dass es so aussieht.

00:48:20: also das heißt es muss ja irgendwas geben hier was die Menschen hier hält.

00:48:23: Ja, das ist also grundsätzlich Fluktuation in der Branche sehr hoch.

00:48:28: Das habe ich auch bei McDonald's gesehen.

00:48:29: da war ein extrem hoher Wechsel, also eine wirklich hohe Flukturation.

00:48:34: und ich glaube dass das erste ist wirklich, dass die Prozesse optimiert sind.

00:48:40: Warum?

00:48:40: Weil die Mitarbeiter, die in der Gastronomie arbeiten, die mögen es wenn alles nach klaren Regeln abläuft ... und wenn dadurch eben kein Stress entsteht.

00:48:50: Weil dieser Stress ist ja oft das, was die Leute auch wegbieten.

00:48:52: Das ist nie stressig weil auf einen Moment kommen sehr viele Leute rein... ...und dann zeigt sich ob ein System funktioniert oder nicht?

00:48:59: Ja!

00:48:59: Und wenn das System nicht funktioniert,... ...dann wird es für das Personal extrem stressig diese Situation.

00:49:04: Und das ist etwas, was auf Dauer die Mitarbeiter so sehr belastet, dass sie sagen okay ich gehe.

00:49:11: Also ich glaube, das ist so dieser Ruhe gerade Technologie... ...einfach von dieser Prozessoptimierung, das sind schon mal die Basis Das ist immer die Basis.

00:49:19: Ich sag, das ist einer von vielen Bausteinen dafür und einfach glaube mittlerweile sind es die Menschen, die im Team sind, dass sie alle sehr ähnlich sind ja?

00:49:29: Und auch wenn ich die Mini-Jobber bei uns anschaue, da sind sehr viele junge Damen so Anfang zwanzig und die verstehen sich untereinander einfach extrem gut.

00:49:38: also das ist so... Die treffen sie in ihrer Freizeit zusammen, das sind wirklich schon mehr als Arbeitskollegen Teilweise und es hält natürlich auch diesen kreis immer gut zusammen wenn man merkt okay die das ist eine leute, die sich auch so privaten miteinander treffen treffen würden.

00:49:54: Aber dann natürlich auch solche sachen immer großzügig sein mit essen getränke natürlich.

00:49:58: na was wir jetzt was jetzt neu haben.

00:50:00: bei uns des hanse fit haben wir jetzt eingeführt dass er auch diese diese einstellung gesundheitsbewusst zu sagen hey liebe Mitarbeiter ihr könnt auch hier gerne das mitnehmen da könnt ihr wirklich Euch austoben, ihr könnt so viel Sport machen wie ihr wollt.

00:50:14: Das ist alles mit abgedeckt.

00:50:21: Sehr schön, klingt gut.

00:50:23: Also du bist auf alle Fälle auf der Suche für den Standort Nürnberg und der wird nächstes Jahr quasi eröffnet.

00:50:34: Genau so ist es!

00:50:35: Ja da drücken wir ganz tolle die Daumen und werden uns dann von dem Konzept selbstverständlich überzeugen und dort auch

00:50:45: mal essen gehen.

00:50:45: Gerne mit eingeladen.

00:50:48: Oh sehr gut

00:50:51: Wenn wir noch mal so einen Schritt weiter denken, wenn du jetzt mal oder ein Schritt weiter gehen.

00:50:59: Wenn du nochmal überlegst, welchen Satz würdest denn du dem Simon von vor fünf Jahren sagen?

00:51:11: Muss ich kurz mal drüber nachdenken.

00:51:13: Das

00:51:14: ist eine sehr schwierige Frage, die du überlegt hast.

00:51:20: Ich war auch nicht gewusst habe diese Frage umso schwerer als jetzt zu beantworten.

00:51:23: Nein!

00:51:28: Die kriegt jeder gestellt im Podcast am Ende.

00:51:31: Ich glaub, das ist Henry's Lieblingsfrage?

00:51:34: Lieblungsfrage!

00:51:36: Ich würd sagen tatsächlich ... auch wenn es ein bisschen clichéhaft ist immer weitermachen.

00:51:42: Aufgeben ist keine Option.

00:51:44: Immer weitermachend.

00:51:46: Es gibt für alles eine Lösung und geht immer weiter nach vorne.

00:51:49: Und aufgeben funktioniert einfach nicht.

00:51:52: Ja.

00:51:52: Das ist so der entscheidende Satz und das ist ne gute Mentalität fürs Leben.

00:51:57: allgemein ja Und vor allem auch nicht jammern, sondern machen.

00:52:04: Jedes Problem kann gelöst werden.

00:52:08: Das hätte der Simon vor fünf Jahren verstanden?

00:52:14: Ich denke er hätte das verstehen müssen!

00:52:17: Also du bist ja auf alle Fälle ein Beispiel dafür, wenn man im Umgang jetzt ganz privat und ich kenne dich ja hauptsächlich privat.

00:52:28: Das kann ich nur bestätigen, du jammerst nicht!

00:52:31: Und ich glaube es auch eine ganz resiliente Eigenschaft weiterzugehen und das glaube ich unterscheidet auch denjenigen der Ich will jetzt gar nicht sagen, weniger erfolgreich ist.

00:52:47: Aber der gerade wie wir ja auch da kriegst du so ein Brocken vor die Füße geworfen und man kann da zerbrechen oder halt sagen komm wir machen weiter Und das ist ja auch bei dir in deiner Geschichte, in deiler Biografie, die wir vorhin gehört haben Dass du einfach auch angenommen hast, deine Eltern stecken dich jetzt in dieses Studium und du machst einfach was draus.

00:53:17: Und es ist vollkommen in Ordnung!

00:53:20: Wenn man dir so zuhört, wenn man dich hier auch in deinem Laden erlebt... Ich spür zumindest, dass du richtig angekommen bist.

00:53:30: Dass du dich wohl hier fühlst mit dem was du tust.

00:53:33: Ah ja und danke jetzt für deinen Lachen der das nicht sehen kann!

00:53:36: Da streitest du auf einmal und das ist immer für mich so die Resonanz.

00:53:40: aha ich hab's scheinbar getroffen jetzt nicht weil ich es treffen will sondern weil ich bei dir einfach sehe durch dein Strahlen.

00:53:48: jetzt genau Das ist mein Baby und ich bin hier richtig zu Hause.

00:53:54: Und mir geht's gut, die Entscheidung, die vielleicht vor fünf Jahren ... Vielleicht auch meine Eltern für mich getroffen haben, die waren richtig gut!

00:54:02: Genau so ist es.

00:54:05: Wie schön.

00:54:06: Ja.

00:54:07: Was ich vielleicht noch erwähnen möchte, das zirren Normmarkt sind mal knapp zwanzig Mitarbeiter.

00:54:16: Für die habe ich eine sehr große Verantwortung.

00:54:18: Es sind Familien, die müssen ernährt werden.

00:54:21: mit diesem Bewusstsein hat man auch eine ganz andere Einstellung zum Leben.

00:54:25: Weil, man entscheidet nicht mehr nur für sich sondern auch diese Entscheidungen die reichen auch dann eben bis dahin.

00:54:31: und mit diesem Wissen kann man nicht aufgeben weil man ist für so viele Menschen darüber hinaus verantwortlich auch noch ja dass sie ihre Familie mit ernähren können.

00:54:44: und da muss das funktionieren Da muss es gehen.

00:54:48: Simon, du bist Mitte zwanzig und übernimmst Verantwortung für Zwanzig deiner Mitarbeiter.

00:54:57: Also das sensationell... wie schafft man das?

00:55:03: Wie schläftst Du ruhig?

00:55:04: Wie machst Du das?

00:55:06: Ich kenne so viele Mittezwanzigjährige die besaufen sich jedes Wochenende, übernehmen überhaupt keine Verantwortung

00:55:16: Eigentlich,

00:55:17: nur nicht mal für sich selbst.

00:55:18: Danke Henry!

00:55:19: Für diesen Hinweis ist es vielleicht genau das was wir wieder brauchen dass wir jungen Menschen wieder mehr Verantwortung geben.

00:55:33: Vielleicht auch manchmal mehr so wie bei dir Als vielleicht ein achtzehnjähriger tragen kann, aber du bist jemand der konnte es ja tragen.

00:55:41: Der hat's angenommen!

00:55:42: Du bist nicht zerbrochen, sondern du hast das als eine Herausforderung gesehen.

00:55:47: Macht uns das vielleicht gesund und glücklich?

00:55:50: Und auch resilient?

00:55:52: Ja, klares Jahr aus meiner Sicht und nur so lernt man das damit umzugehen.

00:56:00: Und ich habe ja am Anfang gesagt, das war eine Reise.

00:56:05: Eine Entwicklung auch.

00:56:08: Das Ganze und mit achtzehn habe ich Konnektis noch nicht machen sondern man hat sich dadurch reinentwickelt und diese Entscheidung in den jungen Jahren ist was ich auch gemeint habe.

00:56:19: Dadurch lernt man es einfach auch damit umzugehen und wenn man das nie hat dann kann ich so verstehen dass eben dieser durchschnittlich Anfang Mitte zwanzig erge einfach das Leben noch ein bisschen anders lebt, weil da auch nie mehr Verantwortung als über sich selbst auch darüber hinaus eben auch nie haben musste.

00:56:39: Und wer weiß was aus mir geworden wäre hätte es ihm nicht so gekommen und ich jetzt nicht in dieser Verantwortung drin stehen würde.

00:56:45: Ich sehe mich dankbar bei.

00:56:46: Verantwortung ist ja etwas Positives.

00:56:48: Das ist ja was die Menschen auch antreibt was zu tun diesen Sinn zu haben und sich eben nicht fallen lassen zu können überhaupt.

00:56:57: Es ist für mich wie ein Netz, ich kann mich gar nicht fallenlassen weil ich weiß da ist diese Verantwortung da die Leute zählen auf mich.

00:57:05: und

00:57:06: ja

00:57:07: es war schön das was positives Verantwortung auch wenn viele nicht so denken weil sie vielleicht noch nie gespürt haben diese Verantwortung und Verantwortung wird in der Regel negativ wahrgenommen für diejenigen dies nicht kennen Weil Verantwortung heißt irgendwie dieses Druck und oh nee, viele scheuen sich ja eben genau davor.

00:57:25: Ja?

00:57:26: Ich wollte grad sagen das ist doch eigentlich verantwortung wird auch dann häufig auch mit bedruck gleichgesetzt und mit euch muss abliefern Und kann dann nachts nicht mehr ruhig schlafen.

00:57:37: aber dass es ja eine ganz andere Betrachtungsweise von Verantwortung zu sagen Das ist eigentlich mein Antreiber also meinen Motivator wo ich sage Ich hab jetzt diese Verantwortung und es wird einfach, in Anführungsstrichen geht nicht anders.

00:57:56: Also als zu sagen ich muss der jetzt auch irgendwie gerecht werden oder... ...nicht ich muss aber ich will der gerecht werde!

00:58:03: Und ich glaube dass das vielleicht auch eine ganz positive Einstellung demgegenüber ist dann auch zu sagen weil dieser Verantwortung oder die Verantwortung und der Druck ist ja auch was was viele Menschen ja auch ins Burnout bringt.

00:58:17: Weil sie eben nicht damit umgehen können

00:58:20: Ja, ja, durchaus.

00:58:22: Ich bin dankbar für die Verantwortung.

00:58:26: Ich hab mit dem Thema Burnout noch nie so wirklich was zu tun gehabt.

00:58:30: Gott sei Dank!

00:58:31: Also es ist immer an mir vorbei gegangen.

00:58:33: bis jetzt und auch in meinem Umfeld kenne ich jetzt tatsächlich keinen persönlich der das so direkt hatte.

00:58:38: deswegen kann jetzt darüber auch schwierig nur etwas sagen wie das ist und ob wirklich nur diese Verantwortung zum Burn-Out führt... Das weiß ich eben nicht.

00:58:49: Aber vielleicht ist es auch so, wenn die Sachen gut laufen... ...dann ist das auch, du schläfst natürlich ruhig weil du weißt hey den Leuten geht's gut und was macht alles Spaß?

00:58:57: Und es passt alles aber glaubt die Verantwortung zu tragen und das ist dann das Entscheidende, wenns eben schlecht läuft.

00:59:03: Dann die Verantwortung weiterhin zu übernehmen und dafür das einzustecken.

00:59:07: Ich glaube das ist das Schwierige und ich glaube das sind dann oft eine Phase wo es dann auch wirklich schwierig ist damit gut umgehen zu können.

00:59:15: Und dass dann auch eben viele Leute ... Auch dann trennt letztendlich, wie diese Verantwortung, wenn's schlecht läuft, weiterhin übernehmen können und trotzdem dafür einsteckenden.

00:59:25: Hast du in der Zeit als du uns vorhin berichtet hast?

00:59:30: Als Corona kam, dein Papa ist gestorben, hast du da gut geschlafen?

00:59:34: Ist dir das gelungen?

00:59:36: Mittelmäßig!

00:59:38: Damals natürlich noch weniger als jetzt.

00:59:41: Ich meine... Du hast damals keine Erfahrung gehabt und startest gleich mit dieser Negativ-Fahrentfordernanführung sein.

00:59:47: Das ist natürlich auch wieder so der Worst Case, weißt du?

00:59:50: Weil jetzt ist es was anderes.

00:59:51: Jetzt hast du das gelernt und jetzt ist's auch viel leichter mit dieser negativen Verantwortung.

00:59:57: Aber wenn Sachen nicht gut laufen, dann trotzdem dafür einzustehen.

01:00:00: Und zu sagen, das ist auch was ich immer... Hier unseren Führungskräften auch mitgebe ja!

01:00:04: Wenn hier irgendwas am Gast da nicht passt und du bist trotzdem auf Schicht da, ... am Gast gewesen.

01:00:10: Aber du trägst ja trotzdem die Verantwortung dafür, dass der Gast es unzufrieden war?

01:00:13: Ich weiß, du hast ihn jetzt nicht selber direkt bedient oder du warst nicht selbst direkt verantwortlich dafür.

01:00:18: aber letztendlich ... ... trägste Verantwortung für die Menschen... ... die dann da sind und die Sachen auch mit ausführen.

01:00:24: Dann musst du hingehen und sagen hey okay lieber Gast das tut mir leid, dass das jetzt passiert ist ... ... und es eben einstecken zu sagen hey ich entschuldige mich dafür dass jetzt hier vielleicht bei meinem Kollegen ... ... das nicht so gut gelaufen ist, aber ich bin dafür eben verantwortlig!

01:00:37: Ist das denn das was...?

01:00:39: oder was grundsätzlich auch dann gute Führungskräfte auszeichnet, zu sagen wenn etwas schiefläuft nehme ich es auf meine Kappe und wenn's gut läuft war das Team dafür verantwortlich.

01:00:50: Ja

01:00:52: genau so ist es.

01:00:55: Ich sag aber auch wenn die Gäste teilweise leider, ich auch wenn es nicht will.

01:00:58: Die Gästen sagen immer oh Simon hier so gut bei dir und ich sage immer ja danke!

01:01:03: Ich sag's dem Team.

01:01:05: Ich bin dann nicht verantwortlich, wenns gut läuft weißt du?

01:01:08: Weil letztendlich das Team hier was diese tolle Leistung bringt den gehört dieses Lob und nicht mehr.

01:01:14: mir weißt Du.

01:01:16: Aber natürlich wenn dann was negativ läuft dann stehe ich dafür auch voll mit ein jedes mal.

01:01:22: Und es ist auch schwierig, das nicht eben persönlich zu nehmen und objektiv zu betrachten.

01:01:26: Das Ganze!

01:01:27: Und wirklich zu sagen, hey ja was ist denn jetzt nicht genau gut gelaufen?

01:01:31: Woran hat es denn jetzt gelegen letztendlich?

01:01:35: Auch viele können es glaube ich nicht einfach zu sagen Ja auch ich bin dieses... Ich will nicht sagen Schuld aber ich stehe jetzt dafür gerade egal was passiert ist.

01:01:44: Es ist eine unangenehme Situation durchaus Aber als Führungskraft muss man das auch abhaben können.

01:01:51: Oder was sagt ihr dazu?

01:01:53: Man, dafür bist du Führungskraft.

01:01:54: Dafür wirst du auch anders vergütet und dafür hast du die Verantwortung dann.

01:01:59: Da kommt natürlich, das ist immer ein zweischneidiges Schwert, es kommt einerseits der Spielraum dazu den man dann hat aber andererseits muss natürlich auf der Kehrzeit aber da sind wir schon wieder dass Verantwortung negativ ist, die dafür auch tragen.

01:02:15: Also mir ist noch eine Sache im Hinterkopf.

01:02:20: Wenn du mich jetzt fragst, was sag ich dazu?

01:02:24: Würde dich das zu hundert Prozent unterstreichen, was du sagst und bin einfach beeindruckt dass du das mit Mitte zwanzig sagst.

01:02:30: Ja also das wirklich.

01:02:32: aber Du hast gesagt Ich habe es gelernt Und das finde ich richtig gut.

01:02:38: Also solche Dinge wie Verantwortung übernehmen oder Ich habe einfach keine andere Wahl, ja.

01:02:46: Ich hab' keine andere Option als weiterzumachen aufgeben gibt's nicht, dass du das gelernt hast und das finde ich glaube ich so unheimlich wichtig.

01:02:56: Ich kann es jetzt nur von mir sagen... Ja, ich habe im letzten Jahr auch gedacht, wie soll man eigentlich am nächsten Tag noch aufstehen?

01:03:04: Wie soll man die nächste Woche überlegen, die nächste Stunde?

01:03:08: Und dann aber zu sagen, nee, aufgeben ist überhaupt keine Option.

01:03:15: Ja?

01:03:15: Das geht nicht, weil da ist ja auch noch Verantwortung für Familie, für Kinder ... Für einen Mann.

01:03:25: und wenn ich diese Verantwortung wahrnehme dann muss ich mich auf den Weg machen.

01:03:31: also dann muss Ich lernen mit gewissen Situationen einfach umzugehen und lernen mich selber so gut zu führen Dass das Leben funktioniert, dass eine Arbeit funktioniert.

01:03:46: Was auch immer.

01:03:47: also das muss jetzt neu gelernt werden und mich hat es ja auch voll oder uns aus unserer rosa Plüschwelt rausgeschossen.

01:03:56: Also ich glaube es gibt nix was mich mehr hätte Raus geschossen als unser Ereignis Und dann jetzt zu sagen gut noch mal neuen Weg gehen Ja nochmal einen anderen Blick aufs leben zu haben Ja, total.

01:04:13: Und ich wäre gerne in meiner Komfortzone geblieben.

01:04:16: Also ich hätte nicht rausgemust aber... Aber

01:04:20: jetzt sagst du es nicht mehr!

01:04:21: Jetzt bist du dankbar dass du diese Entscheidung getroffen hast?

01:04:26: Dass man nochmal was Neues macht ja natürlich hätte ich das nicht gebraucht und hätte gern lieber anders weiter gemacht bringen uns ja auch nur manche Ereignisse, so wie bei dir.

01:04:38: Wie du das ja auch gesagt hast?

01:04:40: Bringen uns ja aus unserer rosa Blüchwelt und Komfortzone raus.

01:04:45: Und da bin ich in der GBR drin.

01:04:46: Ich bin aber eigentlich gar nicht der, der für verantwortlich ist.

01:04:51: Aber einfach dass es wichtig ist... Das hast Du ja zu hundert Prozent gemacht!

01:04:58: Wenn wir dann den Brocken kriegen und Verantwortung übernehmen können die auch wahrzunehmen Ja,

01:05:05: und nicht nur können sondern müssen.

01:05:08: Also das ist schon da sehe ich dann schon die Parallele.

01:05:10: zu sagen so wie es bei dir war dann zu sagen okay Ich hänge jetzt in den Geschäften mit drin aber eigentlich gar nicht so viel Plan davon was da eigentlich abgeht.

01:05:23: Vater is weg Und ich muss jetzt mit dem Ganzen irgendwas machen weil aufgeben ist keine Option Und natürlich hätte sich auch anders gewünscht Das wünscht sich ja keiner.

01:05:35: Und das ist, glaube ich so die Parallele.

01:05:37: dann zu sagen es anzunehmen, es hinzunehmen und dann sozusagen aufgeben ist keine Option weiterzumachen und dem Ganzen auch gerecht zu werden.

01:05:50: Und dass ist schon die Parallele, die ich dann auch sehe, dann zu sagt, das ist ja vergleichbar wie zu unserer Situation.

01:05:57: Dann auch zu sagen okay gut am Anfang schwimmst du total und hast keine Ahnung wie es weitergehen soll, was passieren soll.

01:06:05: und dann irgendwann im Laufe der Zeit kriegst du so ein Gefühl dafür.

01:06:11: Ah ja, so könnte es vielleicht gehen?

01:06:13: Ja!

01:06:14: Und ich glaube wenn du das nicht machst dem Ganzen dich nicht annimmst... Ich glaube dann und ewig drin hängen bleibst.

01:06:21: und warum und so schlimm.

01:06:22: und auch Gott, ach Gott, ich glaub dann zerschelzt am Felsen.

01:06:28: Wo sich eine Tür schließt öffnet sich auch eine neue.

01:06:31: Aber du musst hineingehen.

01:06:32: Du musst durchgehen, musst du selber machen?

01:06:33: Genauso ist es!

01:06:35: Schieb dich keiner durch im Leben.

01:06:36: Ja.

01:06:38: Das öffnet dir bestimmt mit Sicherheit andere Menschen.

01:06:41: Öffnen dir gelegentlich mal eine Tür aber durch ihn musst du immer selbst.

01:06:47: Ich glaube das lasst man jetzt einfach so stehen.

01:06:52: und ich möchte aber noch eine Sache dir unbedingt mitgeben Simon weil ich glaube wenn dein Papa uns jetzt von irgendwo zuhört Der würde bestimmt sagen, Simon ich bin so stolz auf dich und der wird bestimmt auch sagen wie gut dass du die Currywurst aus dem Sortiment genommen hast.

01:07:11: Und dein eigenes Ding macht.

01:07:12: also das ist das was ich so irgendwie gerade spürt und denke mir ja da kannst du dir jetzt mal ganz doll selber auf die Schulter klopfen.

01:07:23: Vielen

01:07:24: Dank!

01:07:24: Ich hoffe, dass wir in deiner neuen Filiale dann nochmal Das Gespräch mit dir

01:07:31: führen dürfen unbedingt.

01:07:33: Wenn wir dann auch mal, wenn du dein neues Team aufgebaut hast von Grund auf an wie das dann geht Kopf von zwei Filialen zu sein und da die Verantwortung zu tragen um das zu schungulieren also das wird mit Sicherheit noch eine spannende Herausforderung.

01:07:48: so

01:07:48: ist es sehr spannend Simon

01:07:52: Alles Gute!

01:07:53: Ich freue mich auf nächstes Jahr, wenn wir uns in Nürnberg treffen und dort dann vorab schon mal lecker speisen.

01:08:00: Und mach einfach so weiter.

01:08:04: Vielen Dank dir hier fürs Gastgeber aus Leidenschaft – das hat man wieder gemerkt.

01:08:08: Vielen dank dafür und viel Erfolg für Nürmberg.

01:08:11: Danke.

01:08:11: Danke, es wünsche ich euch

01:08:13: auch.

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