017 - „Ich will den Chef sprechen“ - Sonja Piehler, wie du dir als Unternehmerin Standing erarbeitest.

Shownotes

Über 150 Jahre Familienbetrieb. Angefangen als Fassbinderei, heute Gartentechnik, Mähroboter und E-Bikes. Sonja Piehler führt den Betrieb in Kemnath am Buchberg in der Oberpfalz gemeinsam mit ihrer Familie. Mit ihrem Mann hat sie eine Entscheidung getroffen, die viele nicht treffen würden: raus aus der großen Landtechnik, hin zu den Menschen mit Garten.

Mit Conny spricht Sonja darüber, was man tut, wenn sich die Welt schneller verändert als das eigene Unternehmen. Ein Hitzesommer, in dem kein Gras wächst und kaum ein Mähroboter verkauft wird. Dieselpreise, die jede Fahrt zum Kunden teuer machen. Die Industrie, die mit kurzen Wochen um dieselben Fachkräfte wirbt. Und Anbieter aus Fernost, die in kürzester Zeit aufholen, was hier über Jahrzehnte aufgebaut wurde.

Es geht um schlaflose Nächte vor großen Entscheidungen, um Bauchgefühl und Plus-Minus-Liste und um eine Fehlerkultur, in der „Das war ich nicht“ keinen Platz hat. Und es geht darum, wie Sonja sich als Frau in einer Männerdomäne behauptet hat, in der Kunden anfangs immer nur eins wollten: den Chef sprechen.

Am Ende hat Sonja einen Rat für alle Geschäftsführer, die gerade unter Veränderungsdruck stehen, bevor sie die nächste große Veränderung angehen. Mit Strategie hat er wenig zu tun.

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00:00:00: Herzlich willkommen, liebe Sonja heute von der Landtechnik Pila.

00:00:05: Ich habe unserer Folge den Titel gegeben Wenn sich alles verändert Wie bleibt ein Unternehmen zukunftsfähig?

00:00:14: Und Heute wollen wir nicht einfach wissen was sich in der Landwirtschaft verändert.

00:00:18: Wir wollen herausfinden Was wir als Unternehmer daraus lernen können und wie sich unsere eigenen Rahmenbedingungen ändern.

00:00:27: Also, was tun wenn sich die Welt schneller verändert als das eigene Unternehmen?

00:00:33: Die Geschwindigkeit mit der sich Rahmenbedingungen verändern nimmt spürbar zu.

00:00:38: neue gesetzliche Vorgaben.

00:00:40: Wir haben eben im Vorgespräch darüber gesprochen Dokumentationspflicht bei euch – die Digitalisierung!

00:00:47: der Fachkräftemangel, wirtschaftliche Unsicherheiten.

00:00:51: Ich denke willkommen drauf!

00:00:53: Wir haben eben schon kurz den heißen Sommer angesprochen auch veränderte Kundenanforderungen.

00:01:00: Vieles davon können wir nicht beeinflussen und trotzdem müssen Entscheidungen getroffen werden?

00:01:06: Und ja du musst entscheiden worauf reagierst du?

00:01:11: was muss vielleicht verändert werden und woran willst du auch bewusst festhalten?

00:01:18: Und was bedeutet das eigentlich für eure unternehmerischen Entscheidungen?

00:01:24: Was muss ich anpacken, was darf bleiben weil es sich bewährt hat?

00:01:28: und wie gehe ich mit Entwicklungen um auf die selbst kein Einfluss habe.

00:01:33: Genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen und ich freue mich total Sonja dass das hier geklappt hat.

00:01:42: wir sitzen bei euch in Chemnadsch, Neidenbach mitten in der Oberpfalz und du führst gemeinsam mit deiner Familie den Landhandel Pila ein Unternehmen.

00:01:54: Werden wir bestimmt auch drauf kommen?

00:01:56: Auch das schon seit über hundertfünfzig Jahren besteht.

00:02:02: Ihr steht auch teilweise unter starkem Druck.

00:02:08: Was können wir von euch lernen?

00:02:10: Das ist das, was mich heute ganz besonders interessiert.

00:02:15: Ihr seid eine tolle Branche und ich finde, wir steigen jetzt mal sofort ein – die Landwirtschaft und damit auch der Landhandel stehen vor großen Umbrüchen!

00:02:27: Und was beschäftigt euch aktuell am allermeisten?

00:02:31: Ja, erst einmal auch einen wunderschönen guten Morgen.

00:02:34: Liebe Conny es freut mich total dich bei mir, bei uns in unserer Ortschaft Chemnad am Wuchberg begrüßen zu dürfen!

00:02:41: Wir sind ein ganz kleiner Ort hier in der Oberpfalz haben hier unseren Piler Gartenforst Landtechnik und E-Bikes Betrieb.

00:02:52: Ja und es wird immer schwieriger in der herausragenden Zeit mit der Politik, mit allem was wir momentan hier einfach so um uns haben.

00:03:01: Und was uns momentan wirklich beschäftigt ist wie geht es weiter?

00:03:05: Mit einfach Industrie-und Handwerk!

00:03:09: Wir sind momentan soweit auseinander und das ist die entscheidende Frage, die wir haben.

00:03:15: Einfach um das Thema Fachkräfte.

00:03:17: Wie bekomme ich meine Fachkräften?

00:03:19: Beziehungsweise, ich habe Fachkräftee nur wie kann ich die halten?

00:03:23: Weil die Industrie zahlt einfach wirklich Gehälter gibt Stunden vor wöchentliche Stunden von zwei und dreißig bis dreiundreißig Stunden Donnerstag Nachmittag frei bis Sonntag.

00:03:35: das können wir hier im Handwerk nicht tun.

00:03:38: Ich kann nicht am Samstagssonntag alles zu machen Und ich kann nicht Am donnerstag schon sagen Jawohl liebe Leute liebe Mitarbeiter ihr könnt jetzt alle den Urlaub gehen oder in euer Wochenende.

00:03:48: Das geht nicht und das sind wirklich große Themen, die uns momentan einfach beschäftigen.

00:03:55: Dann haben wir natürlich heuer einen Sommer gehabt – wir machen sehr viel was das Thema Gartentechnik mehr Roboter anbelangt rund um das Thema Rasenmähen!

00:04:05: Der Sommerheuer war so heiß So heiß kannte ich den nur, wie ich Kind war mit fünf, sechs Jahren und das ist jetzt schon ein paar Jahrzehnte leider her.

00:04:17: Das war ganz extrem weil hier einfach kein Gras gewachsen ist und wir dadurch auch keine Verkäufe tätigen konnten.

00:04:25: Jetzt stehen wir natürlich da!

00:04:27: Wie geht es weiter?

00:04:28: Was macht der Klimawandel?

00:04:30: Wird nächstes Jahr wieder das Gleiche sein?

00:04:32: auf welches Standbein setzen wir

00:04:35: dann?!

00:04:36: Das sind alles Fragen, die wir uns momentan einfach stellen müssen.

00:04:42: Boah das ist ja wirklich eine ganze Menge und die Herausforderung gerade wenn man ein Produkt hat in der Landwirtschaft.

00:04:53: also bleiben wir mal vielleicht beim Rasen.

00:04:55: da habe ich bei uns eure Zuhause gesehen.

00:04:57: es war ja alle so Knochen trocken und dann hast du halt mal drei vier Wochen nicht gemäht weil dir gesagt hast funktioniert nicht.

00:05:06: Gab es schon mal solche Herausforderungen in so einer Art, dass ihr sagt wir haben hier jetzt ein Produkt diesen Rasenmäher von dem du gesprochen hast und Wir können eigentlich gar nichts verkaufen.

00:05:20: Und damit haben wir keinen Gewinner wirtschaftet.

00:05:23: Wir können unsere Leute nicht mehr bezahlen.

00:05:24: und und und dieser ganzen Rattenschwanz habt ihr schonmal vor so eine eine Herausforderung gestanden?

00:05:30: Ja Also, dazu muss ich von vorne anfangen.

00:05:34: Und zwar besteht unser Familienbetrieb seit eighteenhundertsechzig also sehr lange Zeit und damals war es entstanden durch eine Fassbinderei.

00:05:42: Das hieß die ganzen Bierfässer, die aus Holz bestehen.

00:05:45: da gibt es ja immer diesen Metallring außen herum und so ist die Firma Pila entstanden.

00:05:52: Wir haben quasi diese Metallringe produziert.

00:05:56: Dann ging das immer weiter mit Landmaschinenhandel, eigentlich immer mit Landwirtschaft zu tun gehabt.

00:06:08: Und auch immer das Thema Landwirtschaft, Landwirtschaft.

00:06:12: Die Landwirtschaft hat sich über die Jahrzehnte hinweg sehr geändert und ist immer größer geworden.

00:06:17: als mein Mann bzw ich in den Betrieb mit eingestiegen sind standen wir vor der Entscheidung Bauen wir neu, setzen wir voll auf Landwirtschaft oder was tun wir denn?

00:06:29: Da wir durch die Landwirtschaft entstanden sind wollte mein Mann eigentlich immer in der Landwirtschaft weiterhin bestehen bleiben und die großen Schlepper verkaufen.

00:06:38: Nur es ist definitiv so da musst du Minimum zwei drei Millionen sofort mal investieren, weil ein Schlepper bekommst du mittlerweile nicht mehr unter zweieinundfünfzigtausend Euro und du musst minimum fünf bis acht dieser Schleppers dastehen haben von dem Lieferenden.

00:06:57: Ohne dass du die nicht bei dir vor Ort stehen hast, beliefern die dich teilweise gar nicht!

00:07:02: Und dann haben wir die Entscheidung getroffen, dass wir gesagt haben gehen wir von dem großen Schritt Landtechnik jetzt wirklich mehr auf den privaten Hausgebrauch Garten und Holzhandel mit dazu.

00:07:15: Weil wir einfach sehen das die Landtechniken werden die Landwirte immer weniger Und die Händler dafür werden immer mehr.

00:07:24: Wollen wir uns jetzt wirklich damit reinsetzen und nochmal ein Händlern sein, wo man sich dann wirklich die Geräte um die Ohren schlägt und für hundert Euro Spanne das dann an den Kunden gibt?

00:07:34: Und dazu noch einen roten Teppich aufrollt!

00:07:37: Deswegen haben wir dann Ein Stück weit weg von der Landtechnik, von der großen Landtechniker einfach und dahingehend auf den Privatmarkt.

00:07:51: Auf dem Hausbesitzer, der einfach Garten hat und auch noch kleine Teilstücke Holz hat.

00:07:58: Und da sind wir dann dahin gegangen und haben uns dazu entschieden.

00:08:03: Würdest du im Nachhinein sagen es war genau die richtige Entscheidung?

00:08:07: Ja!

00:08:07: Es war für uns die richtige.

00:08:13: Die Person sind oder mein Mann und ich einfach sehr gerne mit Menschen arbeiten.

00:08:19: Und dadurch, dass wir jetzt sehr viel in Gärten draußen unterwegs sind haben wir immer mit dem Menschen, mit dem Kunden selbst zu tun weil wir verkaufen nicht nur den Rasenmäher sondern wir fahren zum Kunden vor Ort schauen uns den seine Gegebenheiten an und entscheiden dann was passend für ihn ist.

00:08:38: Und dieser Bezug zum Menschen, zum Kunden ist uns beiden ganz wichtig.

00:08:43: Von dem her war es die richtige Entscheidung?

00:08:45: Ja!

00:08:47: Also viele in der aktuellen Situation sind sich ja als Opfer auch der äußeren Umstände und bei dir klingt das jetzt so ein bisschen proaktiv.

00:08:59: also wir haben bewusster entschieden, die Spate stoßen wir ab und wir machen jetzt was anderes.

00:09:05: Ist das auch der Grund dafür dass du sagst, deswegen gibt's uns vielleicht auch noch.

00:09:12: Weil du hast ja eben gerade gesagt, dass es mehr Händler als Landwirte gibt.

00:09:16: Die Landwirtschaft hat sich in den letzten Jahren brutal verändert.

00:09:20: Also das kann man einfach sehen wenn wir hier durch die Oberpfalz zum Beispiel fährt und das ist für mich als Endverbraucher von Lebensmitteln ... Mir blutet ja manchmal wirklich das Herz, wenn ich das sehe.

00:09:41: Was wir da so machen und der nächste Punkt, der bei mir da auch mit rein spielt, dass viele Menschen oder Kinder einfach nicht mehr wissen ... Was ist ein Brokoli?

00:09:53: und wie sieht denn hier das Spitzkraut aus?

00:09:57: Und was sind das, kann man das essen.

00:10:01: Also ich frage genau deswegen ... Ich hab mit zwanzig Leuten einen Acker zusammen.

00:10:06: also wir pflanzen an, wir ernten, find das mega!

00:10:11: Einfach weil ich so eine Lebensmittel mag.

00:10:14: aber jetzt der klassische Bauer in dem Sinne, den gibt's ja auch nimmer.

00:10:22: Das ist genau das Thema, was ich einfach auch so sehe und auch sage.

00:10:26: Und wo ich gesagt habe diesen Größenwahn der hier einfach vorherrscht den kann ich so nicht mit leben dass bin ich nicht sondern Ich finde es einfach immer größer immer grösser immer noch mehr Kühe.

00:10:42: ich selbst stelle auch aus einer Landwirtschaft.

00:10:44: meine Eltern hatten einen Landwirtschaftlichen Betrieb, mein Papa war Ausbildungsleiter und hat das im Nebengewerbe quasi gemacht.

00:10:52: Wir hatten fünfundzwanzig ... zwanzig Kühe und fünf Keiberler was wir noch hatten.

00:10:58: ich komm da raus ich sehe es!

00:10:59: Und das war einfach immer mehr und immer mehr.

00:11:02: die mussten immer mehr Kühe haben um auf das gleiche Geld zu kommen wo ich sage du kann es sich nicht ständig um noch mehr und noch mehr kümmern, um eigentlich auf das gleiche Geld zu kommen.

00:11:14: Ich fand diese Vorgehensweise einfach komplett falsch dass man sagt nach zehn Kühe mehr mittlerweile sind sie ja noch hundert Kühe mir damit der Bauer einfach auf das Gleiche Geld kommt.

00:11:23: Das finde ich einfach falsch!

00:11:25: Ich sage einfach weniger ist oft mehr.

00:11:28: Und das wollten wir, dadurch dass wir gesagt haben okay und wir gehen von der großen Landtechnik einfach weg.

00:11:34: Damit auch zeigen, dass wir sagen ok, wir schwimmen jetzt nicht bei dem Großen mit und unterstützen das Ganze, dass man sagt politikmäßig noch mehr und noch mehr damit der eine Familienbetrieb Bauer überleben kann, das ist für uns nicht unsere Denke.

00:11:48: Sondern wir sind einfach so lieber klein und hohe, klein und fein.

00:11:53: Und was wir tun können wir zu hundert Prozent unterstützen.

00:11:58: Ich mag die Masse nicht sondern wir stehen einfach für Nachhaltigkeit.

00:12:02: Das heißt wenn du bei uns irgendetwas kaufst dann kannst du hier auch wirklich davon ausgehen dass du in den nächsten zehn Jahren einfach deine Ersatzteile dazu bekommst und nicht wie in sämtlich anderen Geschäften, da kaufst du günstig ein.

00:12:15: Aber sobald das Teil zum Reparieren ist hat keiner mehr irgendwelche Ersatzteile dazudan.

00:12:21: Das sind wir nicht!

00:12:22: Ich sage da auch ich möchte auch dass meine Kinder, meine Enkel hoffentlich irgendwann mal Engl auch noch irgendetwas von dieser Welt haben.

00:12:31: deswegen Investiere ich lieber fünfzig Euro mehr um das Teil zu kaufen, aber um dann hinterher wirklich auch ein Servicebetrieb vor Ort zu haben und zu sagen komm kannst du mir diese Schraube bestellen?

00:12:42: Kannst du mal das reinschrauben oder kannst du mit es auch hinschweißen.

00:12:45: Weil es kann ja nicht sein dass wir heutzutage alle nur noch auf der Couch sitzen nachts um Zähne am Sonntag bestellen und er hoffen am Montag in der Früh um neune liegt das Paket vor unserer Tür.

00:12:57: Da sollte sich vielleicht jeder auch mal seine Gedanken darüber machen, wie denn das logistisch gemacht werden kann.

00:13:06: Ja, das kann ich sehr gut nach verstehen finde ich eine Megahaltung zu sagen hier wir konzentrieren uns da wirklich auf natürlich die Menschen vor Ort ganz klar.

00:13:20: Und das mit der Wegwerf-Gesellschaft, das macht mich auch wahnsinnig.

00:13:25: Wenn ich irgendwas habe und bei mir ist es noch mein Papa, der alles repariert, dem ich den Arzt bringen kann... Sehr schön!

00:13:34: ...und dann guckt er da drüber und ich krieg's repariert zurück.

00:13:38: aber wenn du ins Geschäft gehst, dann hab' ich auch schon X mal gehört, nee kaufen sie sich ein neues Gerät, das ist günstiger.

00:13:45: und da frage ich mich auch was machen wir hier für einen Plözzin?

00:13:50: Das ist diese einfach nur noch ich und Ich-Haltung.

00:13:54: Und das ist das, was ich nicht unterstützen möchte, wo ich sage okay es gibt noch etwas anderes wie sind wir denn entstanden?

00:14:00: Was machen wir mit unserer Welt?

00:14:02: Was mache mir mit unserer

00:14:03: Umwelt?".

00:14:03: Und so ist es für mich auch wirklich in der Landtechnik, woich sag' ich brauche nicht... So wahnsinnig viel Fleisch.

00:14:09: Sondern konzentrieren wir uns doch einfach da drauf, dass man sagt okay wenn ich Fleisch esse dann esse sich einfach produktiv wirklich hochwertiges Fleisch.

00:14:17: Da kann ich einfach nur erzählen bei uns zu Hause gab es Oma und Opa noch mit dazu.

00:14:22: Wir hatten ein Haus wo auch noch die Tante dabei war Und da wars wirklich immer so Die Oma hat gekocht weil Mama war in der Arbeit und da gab's am Freitag zum Beispiel immer eine Prozuppe Weil die Oma hat das Brot, was wirklich die Rankerler waren dann gesammelt.

00:14:41: Das war einfach schon zu hart.

00:14:43: Das konnte man nicht mehr beißen.

00:14:44: also hat sie gesagt wir schmeißen ja nichts weg ist jeden Freitag wirklich eine Brotsuppe gekocht worden.

00:14:51: und ich habe mir dann schon einmal gedacht oh Mann Ich kann diese blöde Brotsuppen jetzt nicht mehr sehen.

00:14:57: Mittlerweile verstehe ich aber einfach den Sinn dahinter, was sie damit machen wollte und dass sie einfach auch Ressourcen spart und einfach keine Lebensmittel wegschmeißt.

00:15:08: Und meine Großeltern und die Generation hier vor uns sind alle wesentlich gesünder alt

00:15:14: geworden.".

00:15:16: Ja, also das glaube ich definitiv auch.

00:15:18: Das einmal die gesunden Lebensmittel, die sie hatten.

00:15:24: Wir sagen öfters mal so in unseren Seminaren würde das Lebensmittel meiner Oma noch kennen, würde sie es essen alles haltbar gemacht und... Und das kriegen wir halt auch nur hin mit so einer Landwirtschaft, die Monokulturen wie wir sie jetzt erleben.

00:15:43: Überdüngung, Pestizide und so weiter was da alles verwendet wird also jeder der ja mal selber anbaut.

00:15:51: Also dass du über den Winter kommst.

00:15:55: Da musst du ja wirklich so vorausschauend Planen und du bist ja diesen Gegebenheiten hilflos ausgeliefert.

00:16:04: Man regnet, man schneit, dann ist es kalt, dann warm.

00:16:07: also die die Resistenz von Pflanzen, die ist ja auch unfassbar denke ich mir immer da kommt so die Biologin ein bisschen in mehr durch was sie können was die aushalten.

00:16:20: das ist wirklich der Wahnsinn.

00:16:23: Ja, es hat man heuer schon gesehen.

00:16:24: Es waren ja wirklich bei uns teilweise einundvierzig Grad!

00:16:27: Es ist brutal was wirklich trotzdem Pflanzen aushalten und mein Rasen war zum Beispiel komplett braun.

00:16:34: Ich habe mir gedacht, okay, schauen wir mal ob der wieder kommt weil Rasen gießen mache ich nicht.

00:16:39: das sehe ich gar nicht ein mit unserem guten trinkwasser hier in rasen zu gießen.

00:16:43: Wir haben zwei beziehungsweise drei Zisternen die waren innerhalb kürzester zeit einfach auch leer rein um unseren Gemüsegarten zu giesne.

00:16:52: aber ja jetzt regnet es wieder und ja der rasen spritzt wieder.

00:16:57: Es kommt natürlich auch Unkraut mein Gott das gehört sich mit dazu.

00:17:01: Aber die Natur holt ihre Sachen einfach wieder zurück.

00:17:04: Das ist alles machbar und das ist wirklich sehr ... unsere Natur hält sehr viel aus, nur wir als Mensch sind das Problem die teilweise so viele Sachen hier an unserer Natur zerstören.

00:17:16: Das hat uns dieser Sommer einfach wieder gezeigt!

00:17:19: Ja ja jetzt müsst ihr als Unternehmen aber auf solche Gegebenheiten einfach auch reagieren.

00:17:28: also dass es bei euch solche Rahmenbedingungen wie jetzt zum Beispiel das Klima, die sich verändern.

00:17:38: Welchen Teil könnt ihr da selbst beeinflussen?

00:17:42: Weil am Klima kann man ja selber noch nix machen.

00:17:45: also jetzt hat es die ein und vierzig Grad.

00:17:47: aber du als Unternehmerin stehst ja jetzt an der Situation.

00:17:52: ich muss ja vielleicht eine Order fürs nächste Jahr treffen.

00:17:55: Also was Veränder ich, so wie du damals gesagt hast.

00:18:00: Wir schmeißen jetzt die großen Produkte raus und wir konzentrieren uns auf solche Menschen wie mich, die vielleicht dann zu Hause die Heckenstere brauchen.

00:18:11: oder was machst du da?

00:18:16: Wie läuft das bei euch ab?

00:18:17: Das ist eine ganz schwierige Frage!

00:18:21: Über diese Frage sind wir momentan, dass wir wirklich sagen wie gehen wir jetzt vor allem mit diesem Extremsommer um den wir dieses Jahr hatten.

00:18:29: Was wir auf jeden Fall machen werden ist es wird unsere Vororder für nächstes Jahr nicht so groß werden damit wir nicht so viele Sachen Auflage einfach haben um hier unsere Liquidität wirklich dementsprechend einzuplanen.

00:18:43: das ist schon mal das erste was wir tun werden.

00:18:47: Wie das dann natürlich nächstes jahr wird kann uns noch keiner sagen, weil wir nicht wissen ja was macht die Natur.

00:18:54: Wie geht es davon starten?

00:18:56: Was wir setzen ist natürlich wir haben Photovoltaikanlagen am Dach und wir kaufen jetzt dann auch noch Speicher damit wir so einfach von unseren Energiekosten runterkommen um so einfach Sachen abzudecken.

00:19:10: Wir sind am überlegen ob wir unsere Werkstattgefährte in E-Mobilität umsetzen Nicht nur die Firmenfahrzeuge wirklich Kosten zu sparen, weil bei den Spritpreisen Momentan – ich war letzte Woche in Kassel – zwei Euro Achtzig für einen Liter Diesel.

00:19:27: Herzlichen Glückwunsch!

00:19:29: Wir tanken unseren Bus mit Diesel also da bist du gleich mal zweihundert Euro de facto los um nur zum Kunden vorbeizufahren.

00:19:37: und wie wir jetzt dann noch genau weitermachen kann ich dir liebe Conny noch gar nicht sagen, weil das ist momentan so ein Umbruch den wir jetzt auch noch nicht kennen.

00:19:49: Darauf müssen wir einfach auch reagieren, aber wir sind nächste Woche auf dem Messe unterwegs.

00:19:55: Wir gucken mal, welche Produkte gibt es denn noch?

00:19:58: und auf was wir aber wirklich setzen ist unser Service.

00:20:00: Wir werden den Servicegedanken Werkstatt weiter ausbauen und auch noch den Kunden noch mehr Service zu bieten, Sachen anzubieten abzuholen, auszuliefen damit der Kunde so wenig wie möglich damit zu tun hat.

00:20:15: das ist das was wir festgestellt haben was der kunde schätzt und auch bereit ist dafür Geld auszugeben Und da hoffen wir, dass das weiterhin gut ankommt um hier einfach diese Spitzen von Nichtverkäufen wettmachen zu können.

00:20:34: Das mit den Spritpreisen ist ja auch so eine Rahmenbedingung wo du gerade wenn ihr seid aufs Auto angewiesen... Ich habe jetzt heute auch mal geguckt weil die Frage wollte ich dir nämlich auch stellen wie geht man mit sowas um?

00:20:50: Wenn sich im Außenauf einmal die Kosten Ja, so explodieren kann man ja schon wirklich sagen.

00:20:58: Also ich weiß, ich habe im Sommer mal vor meinem Urlaub ... Da war der Sprit noch bei unter zwei Euro und heute Morgen bin ich auch hierher gefahren und in einer Tanke zwei drei vierzig und ich hab mir echt gedacht Boah nee!

00:21:11: Wir erleben wir noch das für fünf Euro?

00:21:14: Für den Liter Diesel zahlen?

00:21:15: Ich glaube

00:21:16: ja Ganz ehrlich, ich glaube ja.

00:21:18: Was wir natürlich jetzt machen ist vermehrt einfach nur noch Routen zu planen.

00:21:22: Das heißt nicht mehr zum Kunden gleich direkt zu fahren um zu sagen okay ich fahre jetzt zum einzelnen Kunden von zwanzig Kilometer einfach sondern ich plane das dann wirklich in Routens wo ich sage ok ich bin heute In dem Ort zum Beispiel Schneidenbach, hier Schau-Schwarzenfeld um wirklich die Anfahrten für die Kunden auch so gering wie möglich zu halten.

00:21:43: Weil alles andere sprengt den Rahmen und das ist das was wir jetzt vermehrt auch machen, wirklich Routenplanung und nicht mehr direkt einfach zum Kunden hinzufahren und die Fahrt kosten so zu berechnen damit wir hier einfach günstiger kommen.

00:21:58: Machen Sie das auch schon über eine KI?

00:22:00: Oder sagt ihr noch, nee, das brauchen wir nicht.

00:22:02: Wir kennen uns ja hier in unserem Gebiet gut aus!

00:22:05: Also wir haben es mit KI versucht aber das ist kläglich gescheitert.

00:22:10: entweder war die KI zu dumm oder wir zu dummen um sie zu bedienen.

00:22:15: Deswegen sind wir immer noch so dass wir sagen okay jawohl wir schauen uns Google Maps an wo ist der Ort und wir planen diesen Moment dann noch wirklich von Frau ... zu Computer oder von Mann zu Computer.

00:22:28: Und wenn die Karriere ein bisschen gescheiter wird, oder wir um das Ding zu benutzen, dann setzen wir da drauf!

00:22:35: Ja ich meine du kommst ja auch aus dem letzten Jahrhundert, da konnte man noch Karten lesen so richtig und... Ich mach' es tatsächlich auch gerne.

00:22:44: Also aussitzen geht bei euch

00:22:47: gar

00:22:47: nicht, weil das ist ja auch so eine Methode, naja jetzt ändert sich im Außen was, aber wir bleiben mal ganz cool und gucken mal, dass wird schon So der Kälch wird schon an uns vorübergehen.

00:22:57: Das gelingt in eurem Gebiet garnert?

00:23:02: Nee, das könnte ich zum Beispiel nicht!

00:23:04: Da bin ich zu wenig.

00:23:05: einfach der Mensch dazu, der sagt ok jetzt warten wir mal und schauen mal was passiert.

00:23:11: Da bin Ich zu sehr organisiert und strukturiert wo ich sage okay ich sehe da einfach... ...das gibt Themen, das sind Kosten und ich muss da einfach agieren.

00:23:19: Und dass ich das einfach nur aussitze Könnte man sicherlich eine Zeit lang machen Aber möchte ich nicht.

00:23:28: Ich will mich nicht überraschen lassen, ich bin dann wirklich so, dass ich sage okay, ich brauche einfach immer einen Plan B und ich sage ok wenn es genauso weiter geht wie agiere ich denn?

00:23:36: Weil ich möchte nicht von heute auf morgen einfach sagen müssen jetzt habe das Thema, jetzt habe keine Kohle mehr was tue ich denn jetzt?

00:23:43: oder jetzt werden die Einnahmen weniger sondern ich möchte schon immer vorausschauend einfach sagen um hier wirklich auch für meine Mitarbeiter eine Sicherheit irgendwo zu bieten Und mit denen natürlich dann auch verschiedenstes Sachen auszuarbeiten, wo man sagt okay wir haben jetzt noch so und so viel Lagerbestand.

00:23:59: Leute wie sieht es aus?

00:24:00: Wie seht ihr das?

00:24:02: Was könnten wir tun um jetzt von dem Lager Bestand runterzukommen?

00:24:06: welche Ideen habt ihr?

00:24:07: Sowas erarbeiten wir dann auch im Team.

00:24:11: Ein Team ist ja auch sowas.

00:24:15: ich habe vorhin schon gesagt dass es sehr ländlich hier Mitarbeiter.

00:24:21: Gewinnt ihr hier Mitarbeiter?

00:24:22: Habe ich mich jetzt gefragt, da als ich hierher gefahren bin.

00:24:27: Das sind das ja alle aus eurem kleinen Ort vermutlich nicht aber was macht ihr um für junge Menschen attraktiv zu sein und zu sagen hey Azubi XY komm' hier zu uns.

00:24:42: wir sind ein cooler Laden.

00:24:44: Das erste bieten wir natürlich immer Praktikers an, wo ich sage okay Leute kommt zu uns.

00:24:49: Schaut euch unseren Betrieb an schaut euch die Werkstatt an gefällt euch das wird zeigen ihnen sehr viel.

00:24:55: bei uns gibt es einmal in der Woche Mittagessen was sich die Mitarbeiter selbst bestellen dürfen.

00:25:00: das wird von uns bezahlt.

00:25:02: getränkmäßig wird alles zur Verfügung gestellt wird bezahlt.

00:25:05: Wir machen Firmenausflüge wir fahren miteinander rad wir sind auf verschiedensten bergfesten bei uns in der Region vertreten einfach als Team dann miteinander machen und ansonsten sitzen die Mittag zusammen, essen miteinander.

00:25:20: Wir sind dann teilweise mit dabei und wir haben einen sehr offenen Umgang einfach miteinander.

00:25:26: Wenn irgendetwas falsch war oder wenn ein Fehler passiert ist sage ich immer Ist kein Beinbruch nicht teilt die ganzen Sachen mit überlegt wie man aus der ganzen Schose wieder rauskommt Und dann geht es weiter.

00:25:38: was ich hasse wenn gesagt wird Das war ich nicht, das ist zwar jetzt passiert aber ich war es nicht.

00:25:44: Das mag ich überhaupt nicht!

00:25:45: Ich sage immer bitte sagt uns einfach wenn irgendwelche Sachen passiert sind dann erspare ich mir einfach die ganze Sucharbeit.

00:25:53: wieso weshalb?

00:25:53: warum lag's an einem Programm?

00:25:55: oder was war denn der Fehler?

00:25:57: Wir sind alles Menschen.

00:25:58: wir selber passieren auch Fehler.

00:26:00: nur ich muss euch dafür wieder einstehen und muss sagen okay jetzt habe ich scheiße produziert.

00:26:03: na ja dann muss ich jetzt dafür gerade stehen dass ich es einfach wieder tue.

00:26:10: Das ist etwas, was die Mitarbeiter bei uns merken oder auch die Jugendlichen.

00:26:16: Und ich glaube dass das schon noch wertgeschätzt wird und die kommen nicht alle aus unserem Dorf sondern sind wirklich für uns von zwanzig dreißig Kilometer verteilt.

00:26:26: wir bilden aus und sehr viele die wir ausgebildet haben sind hier noch bei uns.

00:26:34: Irgendetwas müssen wir richtig machen, dass die dann trotzdem noch da sind.

00:26:37: Da müsste ich Sie jetzt aber selber fragen und das mehr gar nicht dazu sagen!

00:26:43: Ich glaube so wie ich dich kennengelernt habe ist es kein Problem bei euch hier ein Fehler anzusprechen.

00:26:49: Da bekommt keiner den Kopf runtergemacht.

00:26:54: Ich will nochmal darauf zurückkommen auf diese Veränderung, wie ihr damit umgeht... Wann sagst du, oder gibt's da auch Merkmale?

00:27:05: Jetzt ist Veränderung notwendig.

00:27:08: Oder das ist jetzt nur ein kurzer Trend.

00:27:10: Also ihr habt ja zum Beispiel E-Bikes in eurem Programm und hast eben gesagt, ihr radelt als Team zusammen!

00:27:21: Das sind so tolle Sachen wo man einfach gemeinsame Erlebnisse hat.

00:27:25: Ich bin selbst eine begeisterte Fahrerin also kann ich sehr gut nachempfinden dass das zusammenschweißt.

00:27:36: Als ihr diese Sparte mit aufgemacht habt, war es ja dann doch kein Trend sondern hast du auch gesagt hier das ist notwendig, das brauchen wir jetzt!

00:27:46: Damals bei den E-Bikes war es so, dass wir aus der Akkutechnik entstanden sind.

00:27:51: Wir machen seit über fünfundzwanzig Jahren das Thema Mehrroboter – das ist Akkotechnik!

00:27:56: Dann kamen Husqvarna E-bikes.

00:27:59: da wir seit dreißig Jahren die Marke Husqvana vertreiben habe ich gesagt okay wir hatten zwar bis dato keine E- Bikes aber das würde sehr gut in unser Produktportfolio passen weil es eben Akkotechnik ist.

00:28:13: Da war es nicht so, dass ich gesagt habe okay wir brauchen ein zusätzliches Standbein.

00:28:17: Weil da lief alles noch ganz normal.

00:28:21: Das war einfach nur hey das würde dazu mit passen und wenn mal das Thema Mehrroboter eventuell etwas weniger wird weil einfach auch andere Lieferanten mit einsteigen und nicht nur Husqvarna dann hätten wir hier wieder etwas.

00:28:37: So war es!

00:28:38: Dann kam Corona.

00:28:40: also es war als erstes dann boom.

00:28:42: Dann kam Corona, boom ging weiter.

00:28:45: E-Bikes konnten nicht geliefert werden.

00:28:47: also das Thema E-bikes ist wirklich sehr spannend.

00:28:51: rauf runter.

00:28:52: entweder können sie liefern und es sind wahnsinnig teuer angeworden oder es war dann Corona.

00:28:59: wir hätten eine wahnsinnige Nachfrage gehabt aber es konnte nichts geliefert werden weil die Lieferanten die Ersatzteile nicht bekommen haben.

00:29:07: und momentan ist so Die gingen alle in eine wahnsinnige Vorhäure.

00:29:11: Es gibt wahnsinnig viele Bikes am Markt, jetzt ist einfach der Preis dahin.

00:29:16: also es ist wie.

00:29:17: es ist nicht so dass das irgendwie gerade durchlaufen würde und bei den Mehrrobotern ist es jetzt so nach ca.

00:29:24: von zwanzig dreißig Jahren es gibt hier enorm viele Lieferanten die das jetzt anbieten fährt Ost eben auch und da muss man sich selber auf die Hinterbeine stellen um das richtige Produkt zu haben.

00:29:37: denn Bernost schläft nicht und die können innerhalb kürzester Zeit das, was wir in zwanzig Jahren aufgebaut haben.

00:29:46: Und da ist es jetzt auch wieder so... Da muss man jetzt auch schauen wo die Reise hingeht!

00:29:52: Ist die Qualität die gleiche wie die, die wir hier in Deutschland produzieren?

00:29:58: Wir waren ja jahrelang immer sehr stolz auf diese deutsche Engineers Kunst.

00:30:04: Die Qualität wird immer besser definitiv.

00:30:07: Also die war vor Jahren, hast du sagen können okay du kriegst keine Ersatzteile.

00:30:11: Du hast die Versorgung bezüglich deinem Laptop und der ganzen Software so nicht dazu.

00:30:16: aber es ist erschreckend wie schnell das jetzt gegangen ist Wie schnell dann trotzdem Ersatzteilversorgungen fernost funktioniert Und was auch die die Softwareprogramme da zu besser werden und das Gerät an sich selber Funktionen hat Die wir in Deutschland noch gar nicht haben Und das ist auch eine Herausforderung, um hier wirklich dann das richtige Produkt zu haben.

00:30:43: Was schon noch schwierig ist es einfach immer der Ansprechpartner.

00:30:46: Damit du bei uns in Deutschland ein Ansprech-Partner hast.

00:30:49: was das ganze Thema Garantie anbelangt und das ist bei einem deutschen Hersteller wesentlich einfacher wie bei einem Herstellern aus Pfernoost

00:31:01: Das regt mich auch wahnsinnig auf.

00:31:03: Du rufst irgendwo an und hängst erst mal zehn Minuten in der Schleife, dann hast du eine KI, dann musst du noch drei Tasten drücken, dass da weitergeleitet wird und dann fliegst du aus der Leitung und dann geht das Spaß von vorne los.

00:31:17: Also für mich persönlich... Aber das zeigt ja genau, diese Gedanke, den du vorhin formuliert hast.

00:31:28: Diese Dienstleistung, diese Beratungen mit den Menschen zusammen das ist ja das wo ihr trotz dieser Ständig.

00:31:36: also wenn ich dir zuhör frage mich überhaupt wie man so ein Geschäft führen kann weil laufend irgendwas anderes ist.

00:31:42: da ist Corona da sind liefe Engpässe da is mal wieder des Klimaschlecht.

00:31:47: also ihr schafft sehr trotzdem und habt gute Entscheidungen für euch immer wieder getroffen.

00:31:58: Kannst du vielleicht mal so eine, wenn du solche Entscheidungen triffst.

00:32:03: Wie gehst du vor?

00:32:04: Ist das nur ein Bauchgefühl aber dass derjenige, der jetzt auch da draußen sitzt und denkt ja bei mir ist es auch so.

00:32:11: wie machst du das?

00:32:12: weil du sitzt hier und so wie du mir das erzählt total fröhlich und hast immer noch einen Grenzen genau so wie jetzt auf den Lippen.

00:32:23: Und ich denke mir wow Respekt.

00:32:27: also Diese Entscheidungsfindung, wie kommt man dazu?

00:32:30: Und ihr habt das ja über hundertfünfzig Jahre jetzt bewiesen, dass ihr richtig gut entschieden habt.

00:32:36: Ja also diese Entscheidungs Findung ist nicht so einfach wie ich hier sitze und dann trotzdem mit dir hier grinsen kann sondern das sind definitiv schlauflose Nächte Absolut.

00:32:47: Und es sind sehr viele Überlegungen, die man hier wirklich Tag ein Tag aus durchgeht – sowohl von meinem Mann als auch von mir!

00:32:58: Ob wir das jetzt so machen?

00:32:59: Wie wird das jetzt zu machen?

00:33:01: Wann wird es am besten durchziehen, ob es die richtige Entscheidung ist?

00:33:06: Also da sind schon sehr viele Zweifel immer mit dabei.

00:33:10: Das ist nicht so, dass ich sage... Das sehe ich jetzt so und das setze ich morgen um.

00:33:15: Sondern, ich bin ein emotionaler Mensch und ein Bauchmensch auch.

00:33:20: Ich wende dann etwas See und wenn ich mir was überlege, dann merke schon, dass könnte passen.

00:33:26: aber ich muss mich meine Plus- und Minusliste einfach machen wo ich sage, wo ich abwege Passt es oder passt es nicht?

00:33:37: Also ich gehe dann schon auch nach Fakten.

00:33:39: Nur noch Bauchgefühl kann ich hier nicht gehen, aber meine Erfahrung hat gezeigt dass mein Bauch Gefühl eigentlich die letzten zwanzig Jahre richtig war.

00:33:49: Aber ich verlasse mich nicht nur drauf!

00:33:51: Ich brauche immer noch Fakte.

00:33:52: Und, also ich hab da de facto schlaflos im Nächte.

00:33:55: bei meinem Mann ist es definitiv anders.

00:33:57: Der sobald der aus dem Betrieb hier rausgeht kann er abschalten was ich nicht kann was hier natürlich dann auch wieder zu Problemen bei uns beiden führt weil ich rede dann in privaten weiter und ihr sagt hey das machen wir doch jetzt bitte im Betrieb.

00:34:10: und ich sag ja aber ich hätte doch jetzt mal gern und ich würde doch gerne noch und so weiter und sofort und ihr seht Boah gimme mir jetzt einfach mal dass alle sein lassen und jetzt jetzt schlafen mal drüben und dann schauen wir wie's morgen ist.

00:34:22: Ja, aber ich würde jetzt gerne mal noch bitte und sowieso nicht überhaupt.

00:34:25: Und ja also da haben wir dann auch schon unsere Probleme miteinander wo er mir immer wieder die Schranken weiß und ich sage okay du hast recht!

00:34:33: Ich muss jetzt einfach mal ruhig sein und wir sprechen dann morgen und es ist nicht so einfach wie es dann manchmal aussieht wenn dann alles gut gelaufen ist.

00:34:43: Ach schön, danke für den Einblick auch hier.

00:34:49: Ja, weil euch als Paar.

00:34:50: das kann ich mir auch als Herausforderung vorstellen.

00:34:54: Wenn man den ganzen Tag überall im Betrieb zusammen ist und wo ist dann der Punkt?

00:34:59: Und wann isst denn auch wirklich mal gut?

00:35:01: Genau

00:35:02: richtig!

00:35:04: Das ist manchmal auch nicht so einfach.

00:35:06: Ja vor allen Dingen, weil ja auch eure Kinder sind ja noch da und ich glaube du hast mal erzählt einer von den beiden, wer will es eventuell übernehmen oder ist dabei?

00:35:18: Das ist unser Tim.

00:35:19: Wir haben zwei Söhne, unseren Tim und unseren Max.

00:35:22: Der Tim ist mittlerweile vierundzwanzig.

00:35:24: Er hat jetzt das Frischgeber keiner Meister, er hat seine Meisterprüfung jetzt fertig.

00:35:29: Da

00:35:29: kann man ja noch mal gratulieren!

00:35:31: Ja?

00:35:31: Also definitiv da bin ich auch ganz schön stolz drauf weil es hat er wirklich super gemacht innerhalb kurzester Zeit.

00:35:37: und bei dem ist schon so dass der sagt okay... Wenn mal einer den Betrieb macht, dann wird sicherlich unser Tim sein.

00:35:44: Unser Max ist noch, der ist momentan am Studieren und er ist in seiner Findungsphase eben und schauen wir mal wo da die Reise hingeht.

00:35:53: aber ja selbst die Kinder kriegen das auch mit vierundzwanzig sieben selbst und ständig.

00:35:59: Ja, es ist manchmal nicht einfach als Familienbetrieb.

00:36:02: Aber wie hat mein großer letzte Woche zu mir gesagt?

00:36:05: Der ist momentan in einem Industriebetrieb eben.

00:36:08: Sagt er diese Entscheidungswege da!

00:36:10: Das ist der Wahnsinn, wie lange das dauert bzw was entschieden wird.

00:36:14: Bei uns ist das ganz anders... sprechen da über was bei unserem Familienbetrieb und dann wird entschieden, okay machen wir da maximal vielleicht ein oder zwei Tage.

00:36:23: Und bei ihnen in der Industrie dauert das Ganze halt so lange und es ist sehr mürbeln und er sagt ja also des kann er nicht!

00:36:29: Er braucht einfach schnellere Entscheidungen um hier wieder agieren zu können und das ist schon auch interessant wie die Jungs das sowas dann eben sehen.

00:36:39: Also das erlebe ich auch, also gerade bei so Großbetrieben da werden dann von Mitarbeitern, dann wird irgendwas bemängelt oder auch mal Wünsche spielt jetzt keine Rolle und dann wird das weitergegeben.

00:36:55: Und dann hören wir ganz oft, ach, wir brauchen ja nichts mehr sagen ist doch eh alles bekannt und so eine richtige Frustration weil einfach nix abgearbeitet wird erledigt wird.

00:37:08: also es ist ein bisschen provokant.

00:37:09: natürlich würde da auch was will jetzt niemanden zu nah treten.

00:37:12: aber Es ist schon so dass die kleinen Mittelständler Wir haben natürlich auch den direkten Draht zum Chef, so wie du sagst.

00:37:20: Wir machen einfach auch was zusammen und dann gehst du auf die Kiva hier ums Elke und dann wird beim Bierchen vielleicht privat aber auch mal das eine oder andere, dass die dann vielleicht auch zu dir sagen hey Mensch so naja mir bräuchten wir noch das und das und dass die Wege viel kürzer sind und dass euch das natürlich auch viel agiler macht als irgendeinen großen Tanker.

00:37:46: Nee, also das ist wirklich so.

00:37:47: Weil wenn Mitarbeiter mit irgendwelchen Wünschen zu uns kommen wird wirklich überlegt – Ist es sinnvoll?

00:37:54: Was ist der Mehrwert aus dem Ganzen?

00:37:56: und wenn das einfach passt, wenn man sagt okay definitiv dann wird das morgen umgesetzt weil warum sollte ich denn lange drauf warten sondern dann wird es einfach umgesetzt.

00:38:05: Das ist so.

00:38:06: Wie vor kurzem hat man es auch so da ist bei einer Mitarbeiterin ein Monitor ausgefallen Dann hat es einen neuen Monitor bekommen und dann ist festgestellt worden, dass wir haben ja auch ein Webshop.

00:38:18: Bei unterschiedlichen Monitoren ist das einfach unterschiedlich.

00:38:22: bei ihr auf dem... Bildschirm ausschaut, jetzt hat sie immer was eingestellt bei uns im Shop und mein Mann hat etwas eingestellt.

00:38:30: Beide hatten unterschiedliche Ansichten und ich habe mir gedacht das gibt es nicht.

00:38:35: jeder verstellt permanent und ständig.

00:38:36: Was bis wir dann draufgekommen sind dass er andere Monitore hatte wie Sie hatte an dem Lags weshalb die ständig hin und her jeden Tag irgendwas eingestallt wurde auf dem Webshop und nie so ausgeschaut hat wie Sie die vorgestellt haben.

00:38:49: damit gesagt alle jetzt die gleichen Monitore, damit wir das ganze Thema nicht mehr haben.

00:38:53: Warum?

00:38:54: Dass heute in der Früh das anders aussieht, weil der Gert hat wieder was umgestellt und hat die Sophia etwas umgestellt im Shops.

00:38:59: Schau es wieder ganz anders aus!

00:39:02: Also dann hat die Sofia gleich drei Monitoren bekommen, damit sie generell einfach immer eine Ansicht hier offen hat wie sie im Shop aussieht.

00:39:08: Der Gert auch die zwei gleichen Monitor bekommen.

00:39:11: so jetzt funktioniert's.

00:39:15: Sachen gibt, da musst du erst mal drauf kommen.

00:39:17: Warum das jetzt ständig anders aussieht?

00:39:19: Ja wer weiß denn so was dass diese Einstellung von einem Monitor wieder ganz anders ist wie beim anderen.

00:39:25: also da wirst ihr irgendwann.

00:39:27: die liebe Technik bringt uns noch zum verrückt werden.

00:39:30: manchmal ja

00:39:32: Das kann ich gut nachvollziehen.

00:39:34: Ich denke mir auch manchmal, wo muss ich jetzt drücken?

00:39:37: Aber da ist es ganz gut ... Ich arbeite ja mit dem Henry, der zurzeit im Urlaub ist.

00:39:44: Henry, liebe Grüße an dich!

00:39:46: Ich hoffe du erholst dich gut und ... Da hilft's schon echt, wenn du so ein Youngster an deiner Seite hast.

00:39:53: Und dann kann ich mal schnell rufen oder der hilft mir dann und dann kommt immer nur dieses Ach Mama.

00:40:01: Das kenne ich zu gut.

00:40:02: Wir haben letztes Jahr angefangen bei uns den digitalen Wahnsinn einzuführen, genau!

00:40:08: Also nicht nur alles auf Papier zu haben sondern das dann alles digital zu haben und auch alles digital abzuspeichern.

00:40:16: Und ich habe gesagt also wir können das schon tun aber Ich bin und bleibt definitiv ein Papier.

00:40:22: Mensch nehmt mir nicht mein ganzes Papier weil ich brauche es einfach um aufzuschreiben.

00:40:26: Und dann habe ich Gott sei Dank unsere Sophia bei uns hier.

00:40:29: Die ist hier wirklich digital, das ist der Wahnsinn und die kann es innerhalb kürzester Zeit umsetzen.

00:40:34: wo ich mir denke Keine Ahnung.

00:40:37: Wo ist jetzt meine Rechnung hingekommen?

00:40:39: Wie, wo war die denn jetzt wieder?

00:40:41: und so weiter?

00:40:42: Dann brauche ich aber Gott sei Dank bloß sagen Hallihallo kann mir kurz mal wir helfen!

00:40:46: Wo ist denn das Ding?

00:40:47: Ja Sonja das ist doch musst du hier nur drauf drücken und dir nur draufdrücken.

00:40:50: ja also nach einer bestimmten Zeit kann Ich das dann auch.

00:40:53: Aber ich brauchte schon zwei drei Anläufe und daran merke ich auch Ja Die Jungs, das sind da schon etwas schneller wie ich mittlerweile.

00:41:02: Aber so soll es auch sein.

00:41:04: also... Ich habe ja schon fünfundzwanzig oder dreißig Arbeitsjahre hinter mir, also von dem her.

00:41:10: Das sollen die machen und ich kann nachfragen!

00:41:13: Ja, nee, mir ist auch ein kleines Missgeschick neulich passiert.

00:41:17: wir sitzen auch in einem Gespräch.

00:41:24: Dann war die Frage, können wir das Gespräch aufzeichnen?

00:41:28: Weil mit der Firma, mit der wir gesprochen haben.

00:41:31: Die wollten es dann noch in der Personalabteilung weitergeben und wir so ... Ja ja alles klar!

00:41:36: Und man hat mich auch schön gesehen und alles.

00:41:39: Und nach Aufzeichnung, wow ich konnte nicht mehr zustalten nix gegen mehr.

00:41:44: Und mein Sohn nur gesagt Ich geh mal kurz ins Nebenzimmer.

00:41:51: Mama, hier zack, zack.

00:41:53: Und

00:41:54: ich dachte so, oh, danke Kind!

00:41:58: Also die Sachen passieren und da bin ich auch echt happy.

00:42:03: wenn einfach da die Jugend nachkommt und uns unterstützt.

00:42:08: Und das ist mein Papier, ich habe jetzt zwei Jahre lang versucht alles online zu machen auch wirklich Termine

00:42:15: usw.,

00:42:16: und habe mir jetzt gerade letzte Woche einen guten alten Papierkalender bestellt ... mit Wochenplanung und dann mit so einem, weiß ich, so einem Liborello.

00:42:28: Und da kannst du es ausziehen... ...und da habe ich mein ganzes Jahr drauf.

00:42:34: Ich bin einfach wieder zurückgegangen weil mich ein halbes Jahr einen Monat will sehen.

00:42:40: was ist da?

00:42:40: Da hab' ich einen Überblick.

00:42:43: Ich will Geburtstage eintragen.

00:42:45: das nervt mich total!

00:42:48: Wasser, die Geburtstag hab ich doch eingetragen.

00:42:50: Habe ich wieder vergessen auf Wiederholen zu klicken?

00:42:53: Ich weiß es nicht.

00:42:54: also da gibt das schon Unterschiede.

00:42:57: aber ihr hat zumindest auch bei euch jetzt Einzug erhalten.

00:43:01: ja und wenn ich in der Früh komme und schalte meinen PC an Und der pc fährt dann nicht so hoch wie ich mir das wünsche oder wie es sein soll.

00:43:09: Dann denke ich mir Naherzlichen Glückwunsch.

00:43:12: Jetzt Kommen alle meine Mitarbeiter, wir können eigentlich gleich wieder einpacken weil nichts läuft.

00:43:17: Und das ist ganz erschreckend für mich wo ich sage okay wir können nur noch mit dem PC Sachen machen alles ist nur noch im pc gespeichert.

00:43:25: also das sind schon Sachen wo ich sag Wir haben ja nicht mal eine Ablage.

00:43:29: wenn es vor zehn Jahren so war dann habe ich gesagt ok dann mach man jetzt ablage.

00:43:32: Dann mache mir das einfach denn das ist das Mal wieder am neuersten Stand Können wir jetzt nicht wenn wir kein Internet nicht haben?

00:43:38: Wir können gar nichts mehr.

00:43:40: und da muss sich schon auch sagen

00:43:44: Das

00:43:45: ist manchmal wirklich ampelrot für mich, wo ich mir denke, hätte man doch mehr trotzdem noch ein paar Orten einfach so belassen.

00:43:54: Aber ich will mich ja nicht wehren!

00:43:56: Ja aber das sind die negativen Sachen.

00:43:59: dann wenn wir einen Stromausfall haben können wir nichts mehr tun und wenn es Internet bei uns am Land weg ist, können wir ja strecht nichts mehr machen und telefonieren können wir auch nicht mehr weil das läuft alles über das Internet.

00:44:09: Wie ist es in der Werkstatt bei euch?

00:44:12: Die können dann schon noch was schrauben, aber sobald es darum geht Ersatzteile rauszusuchen – die wissen das ja auch nicht im Kopf welches Ersatzteil.

00:44:21: Alle Ersatsteilisten nur noch online.

00:44:24: wir haben nur noch ein paar und ganz alten Geräten, die wir wirklich in Papierform eben haben.

00:44:30: also entweder nur das machen, was man nicht online nachschauen muss oder Werkstatt aufräumen.

00:44:36: Das ist immer gut weil das kann man auch tun!

00:44:39: ein Besen in die Hand nehmen und los geht's.

00:44:42: Das ist das, was wir noch tun können.

00:44:44: Einmal Wasser Kimano befüllen und einfach mal wieder über die Werkstatt wischen.

00:44:47: Das tun wir dann wenn Stromausfall beziehungsweise wenn wir gar Internet haben!

00:44:53: Ja das ist gut, wenn man so ein paar Skills einfach hat.

00:44:57: Ich bin da auch total entspannt mit, war ich wahrscheinlich nicht immer.

00:45:02: aber mittlerweile, wie du schon sagst, wenn mal so ein Paar Jahre schon im Geschäft ist und gerade was jetzt zur Bildung betrifft es ja auch dann manchmal ganz spannend ...klappt der Computer mit dem Beamer und dann ist manchmal das Bild schwarz, du stehst da und denkst hast jetzt hier eine Präsentation vorbereitet.

00:45:20: Und irgendwie läuft nix.

00:45:22: aber wenn er einfach weiß okay, dann nehmen wir mal wieder das Flip-Chat Zeichnen auf... Man muss einfach ein bisschen Erfahrung auch haben und das stört mich momentan also mittlerweile auch überhaupt nicht mehr.

00:45:40: Wir bleiben aber noch mal kurz bei diesen jungen Menschen, weil es ist ja schon bei euch auch so.

00:45:46: Ihr habt eine Tradition und aber es hat sich immer wieder was verändert.

00:45:50: das ist ja ganz normal.

00:45:52: ihr seid ein gewachsenes Familienunternehmen Und wie entscheidet ihr, du hast das vorhin ja schon angerissen.

00:46:00: Aber ich würde da gerne noch mal nachbohren was jetzt bleiben darf und was geht?

00:46:05: Also vorher habe ich dich so verstanden es waren diese wirtschaftlichen Zwänge wenn man mal diese riesen fetten Landmaschinen anguckt, dass du von Millionenbeträgen gesprochen.

00:46:15: Wie kann sich das überhaupt ein kleiner Bauer noch leisten?

00:46:17: Das ist nicht mehr möglich.

00:46:18: aber wie macht ihr das?

00:46:20: Und jetzt nicht nur im Hinblick auf Investitionen sondern gibt's vielleicht auch sowas Wie Werte, wo ihr sagt das ist uns ganz wichtig.

00:46:30: Du hast es vorhin auch schon so ein bisschen angesprochen Fehler.

00:46:34: Wenn wir uns Fehler du hast keinen Bock auf suchen teilst mir einfach mit und dann weiter geht's.

00:46:40: Hast du da noch so ein paar Beispiele?

00:46:43: Wo du sagst Da verbinden wir oder da bleiben wir bei der unserer Tradition aber da müssen wir uns jetzt auch weiter entwickeln also gerade auch im Hinblick Dass dein Sohn ja vielleicht doch mal der zweite hier so mit rein kommt.

00:47:02: Ja, da müssen wir uns dann definitiv entwickeln aber das möchte ich dann einfach im Hinblick mit unseren Jungs einfach miteinander erarbeiten weil ich nicht glaube dass es richtig ist hier einfach jetzt was vorzugeben was die dann so weiterleben sollen sondern Das muss, wenn die Entscheidung dann kommt.

00:47:27: Hey Mama!

00:47:28: Hey Papa!

00:47:29: Ich steig hier mit ein.

00:47:30: Dann finde ich müssen wir das miteinander erarbeiten.

00:47:34: Weil so wie es ist wird's dann sicherlich nicht bleiben.

00:47:37: aber ich möchte dann einfach dass der Jüngste die jungen ihre Ideen hiermit einbringen und sagen ich würde gerne einfach mehr in Elektrotechnik mit investieren.

00:47:53: Das machen, wo ich sage okay dieses Smartsteuerungen bei Häusern damit wir hier mehr Roboter mit einbinden.

00:48:01: Wohlboxen zum Beispiel mit ein binden.

00:48:04: das ist was was ich mir momentan noch keine Gedanken drüber mache sondern das dann wirklich tut.

00:48:10: wenn mein sohnemann sagt hey ich steige mit ein und dann werden wir hier mal in einen drei vier Tages Abtauchen gehen, wo man sagt okay wie stellst du dir das Ganze vor?

00:48:23: Was hast Du für Ideen?

00:48:24: und dann muss man hier einfach wieder weitermachen.

00:48:27: Weil ich es schon auch spannend finde einfach jung und alt miteinander zu arbeiten.

00:48:34: Ich sah das bei mir als ich hier ankam waren meine Schwiegereltern noch mit da Und die haben sich dem Ganzen immer sehr gewährt hier was Neues einzuführen und so möchte ich nicht sein Sondern ich möchte dann schon, wenn er sagt okay eher oder beide möchten es tun.

00:48:52: Dann möchte ich mich nicht verwehren und sagen ok will ich gar nicht oder sehe überhaupt nichts so ein sondern ich möchte die Vorschläge, die Ideen die sie bringen mit ihnen durchdenken und dann einfach Sachen mit anpacken.

00:49:05: aber nicht ich als Feder führen sondern dann einfach die Angst ist

00:49:11: Das ist ja, glaube ich auch in so einem Familienbetrieb.

00:49:14: Also das habe ich mich auch gefragt im Vorfeld wie ist es also... Ich mache immer so fünf vermutigende Qualitäten.

00:49:22: die setze ich ja normalerweise an Anfang bei Menschen die ich kenne.

00:49:26: Bei dir kommen sie jetzt am Ende aber vielleicht die eine die haue ich jetzt schon mal raus.

00:49:32: Ich glaube, du bist ein richtig großer Familienmensch.

00:49:36: Und ich mache das genau an dem Punkt fest, dass Du als Frau hier in den Betrieb gekommen bist und mit Deinen Schwiereltern zusammengearbeitet hast.

00:49:47: Also wenn ich jetzt mal so überlege wie wäre das bei mir?

00:49:50: Wie wäre es bei vielen Frauen im Umfeld?

00:49:53: Und ich glaube da gehört schon auch eine große Portion ... Ja, ich lass jeden so wie er ist dazu.

00:50:05: Also das Thema... Hier ankommen, als ich habe Industriekauffrau gelernt war Chefsekretärin in einem großen Software-Unternehmen.

00:50:15: War für mich dann schon auch ein Ding wo ich gesagt hab wow!

00:50:19: Wo bin ich denn jetzt?

00:50:20: In einer kompletten Männerdomäne im Komplettentechnikwahn was große Traktoren anbelangt.

00:50:28: da habe ich mir am Anfang schon gedacht Boah, ich bleibe mal lieber hier hinter meinem Schreibtisch sitzen und strukturiere es Ganze mit dem Kunden selber.

00:50:36: Und will jetzt eigentlich gar nicht so viel zu tun haben!

00:50:39: Aber das hat sich dann geändert in dem dass ich mir selber einfach das gesagt habe Sonja was soll schon passieren?

00:50:48: Ich spreche mit den Kunden, ich selber kann Traktor fahren, ich kann ihm sagen wie ich das ganze sehe und das hat mich dann einfach wirklich auch rausgestellt Indem du mit Menschen sprichst, mit Menschen umgehst im Verkauf einfach tätig bist.

00:51:03: Du musst für Kunden teilweise Entscheidungen treffen und authentisch zu sein heißt das ist für mich auch der Verkaufe wirklich authentisch.

00:51:14: Ich möchte niemanden irgendetwas aufschwatzen oder aufdrehen sondern ich gehe immer davon aus So wie ich behandelt werden möchte, so behandle ich meine Kunden.

00:51:23: Und das ist das wo ich sage die Erfahrung ist für mich ganz wichtig was mir ein Verkäufer einfach weiter gibt und wenn es alles mit der Portion des seiner Darstellung zusammen passt dann passt es für mich und das ist genau das was ich transportieren möchte.

00:51:39: Ich bin hier authentisch und ich verkaufe niemanden irgendetwas was er nicht wirklich braucht nur weil's ich am Lager habe sondern ich verkauf nur dass was sich sagt Das passt hier jetzt einfach für dich.

00:51:50: Und ich glaube, das ist das was uns hier ausmacht mit dem Service Gedanken dann mit dazu einfach das authentische und nicht von oben herab Irgendetwas anzupreisen, was für den Kunden eigentlich gar nicht richtig ist.

00:52:04: Nur weil ich einfach nur am Lager habe und das ist das, was sich die letzten fünfundzwanzig Jahre gemacht habe.

00:52:09: Und da hab' ich sehr positives Feedback dadurch bekommen.

00:52:13: und unsere Kunden kommen durch Weiterempfehlung einfach zu uns – sehr viele, also im seventy-fünf Prozent Weiterempfehlungen!

00:52:22: Und das ist, glaube ich, was wirklich heutzutage noch zählt.

00:52:25: Das ist wirklich das Authentische!

00:52:27: Weil wir werden beeinflusst von so vielen Medien und ich finde... Ich persönlich triffe eine Entscheidung dann für den Kunden mit dieser Entscheidung er sich dann wohlfühlt und das ist es, was der Kunde bei uns hier einfach möchte.

00:52:41: Das Ganze, das viele ganze, was mittlerweile am Markt eben gibt an Produkten, hier eine Entscheidung für ihn zu treffen.

00:52:49: Das tue ich, das mache ich.

00:52:51: Das machen wir hier und das versuche ich zu leben.

00:52:55: Und ich hoffe, wie wir überleben das Ganze so mit?

00:52:58: Das glaube ich und das nehme ich dir auch absolut ab also dass ... Dass du hier niemanden was aufschwatzen willst.

00:53:09: Jetzt zum Abschluss würde ich gern auch noch mal dich als Mensch ein bisschen kennenlernen.

00:53:16: Ich frag jetzt nochmal Du bist hierhergekommen in dieses Geschäft, in der absolute Männerdomäne.

00:53:27: Also Landhandel ist glaube ich jetzt nicht so ein typischer Frauenberuf, Landtechnik?

00:53:35: Wie ist es dir da ergangen als Frau im Männerhaushalt?

00:53:41: Der Schwiegermama war auch mit ihr gewesen.

00:53:43: also das ist nicht ein ganzer Männerhaishalt aber du hast ja trotzdem wahrscheinlich eher mit Männern zu tun gehabt.

00:53:49: Ja, definitiv.

00:53:52: Wie gesagt am Anfang habe ich mir echt gedacht oh Gott Sonja wo bist du denn jetzt?

00:53:56: Was hast du dir denn hier eigentlich angetan?

00:54:00: Willst du das wirklich trotzdem dein ganzes Leben lang tun?

00:54:03: Es ist sehr viel Technik es ist sehr viele was die Kunden einfach wissen und von dir abverlangen.

00:54:11: wie funktionieren Maschinen?

00:54:13: kannst du das überhaupt?

00:54:14: Am Anfang war's dann immer so dass Kaisen hat Ja, jetzt will ich aber mit dem Chef sprechen.

00:54:18: Wo ist denn der Chef?

00:54:20: Und ich hab mir gedacht ja was wirst du nicht mit dem chef?

00:54:22: schön und gut Ich weiß doch das ganze auch Aber da ging es dann schon wirklich drum.

00:54:26: also die Männer vor allem Die Männer waren da wirklich so dass gesagt haben Was will ich denn jetzt mit der Frau?

00:54:34: Kann sie das überhaupt?

00:54:36: Weiß Sie denn überhaupt Wovon dass sie spricht?

00:54:39: und Da musste ich mich schon behaupten und am Anfang habe ich mir echt gedacht naja wird schwierig Aber ich ging dann immer so vor.

00:54:50: Ich kann dem Kunden nur was sagen, erklären wenn ich es selbst getan habe also hab ich alle unsere Produkte selbst getestet, auf Herz und auf Nieren und auf alles.

00:55:03: Damit ich wirklich genau wusste wie funktioniert das Ding?

00:55:06: Wie haut es

00:55:07: hin?!

00:55:08: Und dann wenn ich das getan hatte, dann wusste ich ganz genau wie's funktioniert!

00:55:12: Dann konnte mir keiner der ganzen mehr sagen hey... Ich brauche jetzt den Chef weil du weißt es nicht!

00:55:20: Das Thema Schwiegereltern war auch nicht einfach, da versuchte ich mit Engels Zungen zu reden und die taten einfach was sie wollten Und haben sich wahrscheinlich gedacht, was will denn jetzt die Sonne auch eigentlich?

00:55:35: Das hat schon eine bestimmte Portion an Nerven gekostet.

00:55:40: Dass wir uns hier einfach zusammengearbeitet haben und um das Ganze weiterzuführen.

00:55:48: War nicht einfach ist so.

00:55:50: mittlerweile sind die Schwiegereltern nicht mehr mit im Geschäft tätig war aber definitiv nicht einfach.

00:55:56: Aber wir haben das ganze gerockt also mit bestimmten Schlafenlosen Nächten, verschiedensten Streitereien auch mit meinem Mann und meinen Schwiegereltern.

00:56:07: Aber für mich heißt es nicht aufgeben unter von Rennen sondern... Darüber sprechen, anpacken, das anders machen.

00:56:15: Auf Sachen eingehen auf Leute eingehen um miteinander ein Miteinander zu finden und das ist das ganze was wir dann getan haben und somit sind wir hier jetzt da wo wir sind und stehe ich jetzt hier wie ich bin und es sagt mir jetzt keiner mehr von den Jungs also du weißt ja jetzt gar nicht wo die Schraube hier irgendwie zu befestigen ist.

00:56:35: ne das kann ich mittlerweile.

00:56:39: Oh, danke für diesen herrlich-ehrlichen Einblick auch so ein bisschen in dieses Familien-Szenario.

00:56:46: Wahrscheinlich ist das ganz normal wenn Generationen zusammenarbeiten und dann entsteht eine Reibung.

00:56:55: man muss irgendwie gucken was wollen die?

00:56:57: Was ist denen wichtig?

00:56:58: ich glaube dass es in so Familienbetrieben ja noch mal ne ganz größere Rolle spielt diese Traditionen.

00:57:06: Das haben wir schon immer so.

00:57:09: Und wo kommen jetzt da hin?

00:57:11: Jetzt kommt die Sonne daher und will hier alles umkrempeln.

00:57:14: Veränderung, das ist immer so wie bei einem kleinen Kind wenn du dem Schnuller wegnimmst.

00:57:20: Das war schon immer so.

00:57:21: was willst Du jetzt eigentlich.

00:57:22: Das kenne ich, das is einfach was die Leute schon immer kannten geht mir ja mittlerweile auch so wie es sagt okay mein Sohn im Mann kauft mir ein neuer Smartphone bitte!

00:57:31: Ich will

00:57:32: kein neues Smartphone.

00:57:33: Ja,

00:57:34: verändert das Ganze nicht!

00:57:35: Ich weiß es kann ich, das kenne ich bitte nicht ändern und so stelle ich mir das eben hier auch vor.

00:57:41: Und da hoffe ich wenn meine Söhne mal mit einsteigen dass ich nicht genauso wäre sondern sage okay Jungs so ist es jetzt packen wir an.

00:57:48: ja genau

00:57:50: Schön, da haben deine Jungs auf alle Fälle jetzt etwas in Stein gemeißelt.

00:57:56: Darauf können sie sich fest nageln wenn es dann mal dazu kommt und das wünsche ich dir auf alle fälle.

00:58:07: Wenn du so zurückprilligst mit diesen ganzen Höhen und Tiefen wo würdest du sagen hast du dich selbst am meisten verändert?

00:58:21: Wo ich mich am meisten verändert habe?

00:58:27: Also aus dem Gespräch ist mir jetzt so hängen geblieben.

00:58:31: Du warst Chefsekretärin in einem großen Unternehmen und jetzt sitzt du hier im Chemlad bei Pila.

00:58:42: Ja, wahrscheinlich hab' ich mich wirklich am meisten verändert als ich hier mit eingestiegen bin und des öfteren hintereinander einfach kaum... Ich brauch den Chef!

00:58:52: Ich brauche den Chef oder ich möchte jetzt den Chef diesbezüglich sprechen.

00:58:57: Das hat mich am ersten mit geknackt, wo ich gesagt habe was wollt ihr ständig mit dem Chef?

00:59:02: das kann ich auch und daraufhin werde ich dann wo ich sage jetzt trete ich in Aktion.

00:59:07: jetzt muss ich gucken dass ich das auf die Reihe bringe.

00:59:10: und was mir selber noch sehr viel gebracht hatte ich hab eine Weiterbildung dann noch gemacht Handelsfach wird uns weiter mit verschiedensten Präsentationen und das hat mir für meine Darstellung nach außen sehr viel gebracht, um hier wirklich einfach mit einem anderen Stand vor dem Kunden zu stehen.

00:59:31: Das war mit was ich über eineinhalb Jahre gemacht habe – das hat mich sehr viel in meiner persönlichen Entwicklung gebracht anderen Stand selber zu haben und mit dem Kunden anders agieren zu können.

00:59:52: Also wirklich auch nochmal da reinzugehen, hier ein neues Standing als Geschäftsführerin zu bekommen und zu sagen ich lerne noch mal neu dich weiterbilden.

01:00:05: Genau also das war einfach Mein eigenes Bild von mir selber, um hier ganz anders einfach da zu stehen.

01:00:15: Und das hat mich eigentlich am meisten mitgebracht.

01:00:19: Das erste wollte ich und das zweite konnte ich selber so nicht dass die mich anders sehen.

01:00:24: dann musste ich einfach selber nochmal in meine Rolle gehen und sagen okay Sonja es liegt irgendetwas an dir weshalb dass die trotzdem immer sagen Ich will den Chef was könnte das sein?

01:00:35: eigenes Selbstbewusstsein, das ich dann da nochmal gestärkt aufgebaut habe und das hat mir sehr viel gebracht.

01:00:43: Glaubst du dass es ein Frauen-Ding?

01:00:49: Auf jeden Fall mehr wie die Männer weil die Männer hier ganz selbstverständlich ganz anders sich hinstellen egal ob sie's wissen oder nicht.

01:00:57: Und die Frau ist ja so die muss es wissen damit sie sich so hinstelle kann.

01:01:01: Ja

01:01:03: Ja, das habe ich schon öfters von Handwerkerinnen, Schreinerinnen und so weiter gehört die dann gesagt haben.

01:01:10: Ich muss immer doppelt so gut sein wie

01:01:12: ein Mann.

01:01:14: Sagst du das auch?

01:01:15: Ja

01:01:16: ist so definitiv aber das Doppelsogut sein ist nur so lange.

01:01:20: so bist du dir selber dessen bewusst bist und bist du dieses Selbstvertrauen ausstreust dann ist es anders Dann musst du das nicht mehr.

01:01:28: Aber es ist eine bestimmte Reise, eine bestimmten Zeit die du selber als Entwicklung durchgehen musst kann jetzt nur aus meiner Warte eben sagen und dann ist es so dass ich jetzt nicht mehr doppelt so gut sein muss sondern jetzt habe des Standings aber es dauert.

01:01:45: Das wäre ja auch ein eigentlich guter Tipp für so junge Frauen, die jetzt gerade auch ins Handwerk gehen und vielleicht auch irgendwo anders sitzen.

01:01:55: Und überlegen, übernehm ich vielleicht auch den Landhandel von den Eltern?

01:01:59: Ja absolut!

01:02:00: Also kann ich nur an jede Frau oder an jedes Mädchen weitergeben Schaut erst mal auf euch, baut euer Selbstbewusstsein dementsprechend auf.

01:02:08: Macht verschiedenste Schulungen was eure Persönlichkeit anbelangt und dann läuft das Ganze Mit dem Engagement ist es sowieso an den Tag liegt Dann läuft das ganze.

01:02:19: Ja ja

01:02:21: ja sehe ich auch bei vielen jungen Frauen so durfte ich ja auch schon mehrere begleiten.

01:02:28: Ich weiß auch nicht, woher das kommt.

01:02:29: Dass wir da vom Selbstbewusstsein nicht ganz so tough sind ...

01:02:35: Ja!

01:02:35: Wenn du hast auch zwei Jungs, da sieht man dass die gehen ganz anders daraus und die Mädels überlegen, dreiundzwanzig mal nach, ah kann ich das?

01:02:44: Und selbst wenn du sagst, du machst es gut, dann glauben sie's irgendwie immer noch nicht so.

01:02:52: Ne ist wirklich so... Das ist ganz komisch.

01:02:54: aber es ist so wie du sagest ja

01:02:56: Aber du bist ja dafür auch ein Supermodell, dass das dann auch gelingen kann.

01:03:01: Also umso schöner, dass wir diesen Punkt jetzt auch noch mal angesprochen haben!

01:03:06: Wenn jetzt einen Geschäftsführer von irgendeinem anderen mittelständischen Unternehmen uns zuhört und der steht momentan selbst unter einem großen Veränderungsdruck was würdest Du ihm raten bevor er die nächste große Veränderung startet?

01:03:23: Drei Tage Wandern gehen Auf eine einsame Hütte übernachten in einer Matratzenlager ohne Handy, ohne Laptop, ohne irgendetwas.

01:03:35: Ohne den ganzen medialen Wahnsinn!

01:03:38: Einfach mal drei Tage Wandern gehen alleine, ohne Freund, ohne Familienpartner oder was auch immer einfach wieder um zu sich selbst zu kommen.

01:03:49: Um über sich selbst Gedanken zu machen und dann daraus ganz neue Impulse zu bekommen.

01:03:56: Drei Tage wandern ohne Handy, probiert es aus.

01:04:01: Es funktioniert!

01:04:03: Du kommst wieder auf ganz andere Gedanken, du kommst zu dir selbst und kannst dann bewusst Entscheidungen treffen bei denen du zuvor gezweifelt

01:04:14: hast.

01:04:15: Hast du das schon mal gemacht?

01:04:16: Ja.

01:04:17: Wohin bist du gewandert?

01:04:19: Oh Gott, was war das für eine Hütte?

01:04:20: Das kann ich dir jetzt nicht mehr sagen wie die ganzen Hütten hießen.

01:04:23: Es waren auf jeden Fall zwei Tage, die ich dann wandern ging ganz alleine für mich nachts unter dem Sternenhimmel zu schlafen weil das Matratzenlager war so voller Männer mit lauter Schnache da konnte ich nicht schlaven dass ich nachts um zwei aufgewacht bin und mir gedacht habe Oh Gott, wie soll diese Nacht hier in diesem Matratzenlager enden?

01:04:46: Jetzt gehe ich einfach mal raus.

01:04:47: Dann bin ich raus und dann war wirklich eine Sternenklarinacht Und ich habe mich auf die Wiese gelegt.

01:04:53: Neben mir waren die Kühe mit ihren Klocken.

01:04:56: Das war einfach nur genial.

01:04:59: Ich war zwei Stunden da draußen unter dem Sternenhimmel Im Nichts, irgendwo auf einer Alm Mit Kühen keine Autos, kein gar nichts zu hören.

01:05:08: Es war super!

01:05:09: Es war geil Kann ich nur jedem empfehlen.

01:05:12: und die Wanderung an sich selber man trifft, verschiedenste Leute spricht mit denen über Gott und die Welt.

01:05:19: Und mir wurden hier verschiedene Sachen einfach für mich selber klar und auch dann wieder für meinen Betrieb

01:05:25: klar.".

01:05:27: Das kann ich sehr gut nachvollziehen!

01:05:30: Ich habe ja mir auch so einen kleinen Wunsch dieses Jahr erfüllt.

01:05:33: Ich will ja schon seit Jahren oder wollte schon immer über Alpen radeln und bin fünf Tage ganz allein.

01:05:39: Wow!

01:05:40: mit meinem Mountainbike noch ohne Ehe über die Alpen geradelt und ich hätte noch ewig freiter radeln können.

01:05:48: Ich bin auch nie allein unterwegs gewesen, aber dies Jahr war es soweit!

01:05:53: Und das klingt so blöd, wenn man das sagt.

01:05:56: Aber ich habe ganz oft auch gedacht meine Güte ist es hier alles so friedlich und ich würde gerne mal alle Politiker einladen, radelt doch einfach mal vielleicht auch zu zweit und am besten ohne Ehe!

01:06:11: Ich bin ja auch ohne EHE gefahren, fällt euch mal durch den Berg und dann geht mal in Friedensverhandlungen.

01:06:18: Ich glaube, es ist ganz anders.

01:06:20: Ist das

01:06:21: wirklich ganz anders?

01:06:22: Und auch

01:06:22: die Berge machen da so was ganz Besonderes!

01:06:25: Ja und auch die Kuhglocken.

01:06:26: also ganz ehrlich.

01:06:27: Kuh Glocken ist wirklich das Meditation pur.

01:06:31: ja absolut kann ich nur jedem empfehlen probiert es aus um wirklich mal den Smartphone wegzulegen.

01:06:37: man kommt wieder auf ganz andere Gedanken und man ist viel entspannter Ausprobieren.

01:06:43: Absolut!

01:06:45: Und das

01:06:45: glaube ich dir, radeln in den Bergen und das dann noch ohne eh wirklich die Berge und die Pässe zu bezwingen, da kann ich nur sagen Hut ab.

01:06:54: Ja also war auch für mich eine Wahnsinnserfahrung.

01:06:59: und ja mal schauen vielleicht mache ich das mal wieder.

01:07:04: Liebe Sonja Ich habe natürlich auch ein paar Sachen vorbereitet für dich Und die stelle ich immer an Anfang, aber jetzt habe ich sie mal ans Ende gepackt.

01:07:15: Also wahrscheinlich hat das der ein oder andere auch schon gehört du bist eine wahnsinnig fröhliche Frau also mit dir kann man wirklich... Das ist schon bei unserer ersten Begegnung so gewesen dachte ich mir Mai!

01:07:27: Du hast zu viel Power auch, also richtige Hummel im Hintern.

01:07:32: Ich glaub, du hast ja erzählt, ihr wart im Urlaub mit Ehe unterwegs.

01:07:37: Aber du bist auch so eine wahnsinnige Abenteuerlustige und das bestätigt sich ... Das hab ich mir auf dem Herweg auch noch mal gedacht.

01:07:44: Bestätigt dich jetzt auch in dem, dass du einfach alleine in die Berge gehst?

01:07:49: Und da wandern gehst.

01:07:51: also, glaube ich kann man wahnsinnig gut mit dir erleben.

01:07:56: Und ich glaube, du bist sehr bodenständig Positiven Sinne?

01:08:04: Also, allein wenn man hier herfährt in dieses Ort und deine Geschichte so ein bisschen nachverfolgt.

01:08:13: Und ich glaube du hast auch echtes Durchhaltevermögen.

01:08:17: Vielen Dank!

01:08:18: Ja vielen dank schön von dir zu hören Conny.

01:08:22: ja weil ohne dieses durchhalte Vermögen wäre ich wahrscheinlich heute nicht mehr da.

01:08:31: Und trotz deines Durchhaltevermögens bewegst du dich ja trotzdem auch immer wieder ein neues Terrain und sagst so, jetzt lerne ich mal die Technik und das Schräubchen.

01:08:40: Und hättest ja auch einfach sagen können wie ich bleibe jetzt hier hinter meinem Computer setzen.

01:08:44: also ist eine schöne Kombination.

01:08:46: Ja

01:08:47: vielen Dank liebe Conny!

01:08:52: Dann

01:08:53: darfst du gerne noch einmal den Spieß rumdrehen oder wir können den Spiez rum drehen.

01:08:56: gibt es noch irgendeine Frage die du mir gerne stellen möchtest?

01:09:01: Ja was mich jetzt mal interessieren wird, wie bist du jetzt auf Podcast gekommen?

01:09:05: dass du sagst okay du magst jetzt hier sowas.

01:09:10: Das war ich glaube ich spreche da in irgendeiner Folge ganz am Anfang auch drüber.

01:09:16: aber ich bin zum Podcasten gekommen weil wie Du weißt ja im letzten Jahr ein echt heftiges Ereignis erlebt habe.

01:09:26: Und irgendwie habe ich dann ... haben mich Freunde, die haben mich bestärkt und haben gesagt, Conny du musst damit irgendwas machen.

01:09:33: Und kannst gut sprechen und plauden und pluppe.

01:09:36: Eine meiner Freundinnen mit denen ich da viel auch spreche ist Podcasterin.

01:09:45: Und dann waren das irgendwann mal zehn Sekunden am Morgen und wir treffen uns jeden Morgen.

01:09:51: Also, wir treffen immer online und besprechen Dinge persönlicher Art aber auch unternehmerischer Art.

01:09:59: also Wir haben da wirklich Regenaustausch und es ist eine große Unterstützerin.

01:10:06: Das dient eigentlich, uns gegenseitig zu tragen und Mut zu machen.

01:10:09: Auszuhelfen wenn nicht weiterkommen usw.

01:10:13: Na ja dann hatte ich irgendwann mal zehn Sekunden in Flasch.

01:10:17: okay wir machen jetzt ein Podcast und in dem Podcast soll es halt vornehmlich um Resilienz gehen.

01:10:24: also wie können Schwierige Situationen im Leben, Meistern klingt immer so doof.

01:10:31: Ich weiß gar nicht ob man das Meister nennen kann aber wie können wir gut weitermachen?

01:10:35: So würde ich es jetzt mal nennen.

01:10:38: und nachdem dass er auch ein bisschen mein Beruf all die Jahre war zu sagen Menschen mitzunehmen ja jetzt beim Henry zusammen gesunde Teams zu entwickeln ist das natürlich auch ein Baustein.

01:10:52: Und manchmal denke ich, wenn ich Leute über Resilienzreden höre dann höre ich mich so ja hast du etwas angelesen?

01:10:59: Hast eine Weiterbildung besucht und gibst es jetzt einfach wieder was du da so gelesen hast.

01:11:05: Aber jetzt stehe ich halt echt jeden Tag auf und muss mir überlegen wie kriege ich in den Brocken mal wieder ein Stückchen zerkleinert?

01:11:17: Und jetzt weiß ich einfach, was ist Resilienz?

01:11:19: Was bedeutet das?

01:11:21: und die Idee war dann einfach zu sagen okay auch mit Leuten zu sprechen.

01:11:28: Die vor Krisen stehen vor Veränderungen stehen und mit denen mich auszutauschen und nicht irgendwie den Superprofessor Schnickschnack sondern... ganz normale, so wie ich auch.

01:11:39: Also die ganz normalen, die ich kenne, die vielleicht eine interessante Geschichte haben und mit denen zu reden ja?

01:11:46: Und eben nicht übers Lehrbuch und über die Wissenschaft und was haben wir net alles sondern ganz konkret.

01:11:52: und so ist dann...

01:11:54: Was entstanden?

01:11:55: Der Podcast entstanden!

01:11:56: Dann hab' ich meine Freundin angerufen, habe gesagt Annette, also Annette wenn du's hörst liebe Grüße eigentlich nach Berlin Annette, wir machen ein Podcast und habt ihr nur per Sprachnachricht per WhatsApp geschrieben?

01:12:09: Und dann kam glaube ich ne Stunde später.

01:12:11: Super Conny!

01:12:12: Super Muvia Tra-la-La-Vipapo ja und also ich habe schon die Sprach Nachrichten weggeschickt und hab gedacht oh mein Gott was machst

01:12:22: du jetzt getan.

01:12:25: Aber ich wusste, wenn ich das sehr nett schick, dann gibt es keinen zurück.

01:12:28: Die nagelt mich fest

01:12:29: und da musst du's tun!

01:12:31: Nee, ich finde es aber super.

01:12:32: Ich hab mir schon ein paar Folgen eben angehören.

01:12:35: Findest total interessant?

01:12:37: Du bist auch ein Total... Offener und umgänglicher, netter Mensch strahlst auch total positive Energie aus.

01:12:45: Als ich dich das erste Mal getroffen habe, das war mal heuer auf einer Veranstaltung, ja wie gesagt also super genial!

01:12:52: Und wir haben uns dann gleich total super verstanden wo ich sage okay es gibt einfach Menschen die siehst du einmal Da läuft's und bei manchen läuft es halt einfach nicht.

01:13:02: Und du bist aber jemand, wo ich sage total offen und auch total authentisch und ja, freut mich!

01:13:07: Ich freue mich immer wieder auf neue Sendungen, höre mir diese gerne an wenn Zeit dazu ist und habe mich total gefreut dass du heute jetzt bei uns hier warst und ja finde sie einfach prima das wir uns kennen.

01:13:20: Das geht mir eben so.

01:13:22: und wir haben jetzt, wir haben ja immer so Staffeln.

01:13:25: Ja es sind immer neun ein Thema.

01:13:27: die ersten neun waren so der Henry und ich.

01:13:29: Jetzt haben wir gesagt also neun einfach mal von Unternehmen.

01:13:33: was bewegt diese wie unser Gespräch heute?

01:13:36: Und jetzt sind wir im Planung in Staffel drei und jetzt müssen wir mal gucken.

01:13:39: eventuell wird das auch eine interessante Staffel eine Blaulichtstaffel wo wir mit Leuten sprechen aus dem Rettungsdienst mit Notärzten mit Polizisten.

01:13:51: Also einfach mal gucken, was die so haben und was sie auch für Erfahrung machen, voneinander lernen und mit denen ins Gespräch kommen.

01:14:02: Ist noch nicht ganz in Stein gemeißelt aber ist auf alle Fälle in Planung.

01:14:06: Und dann gucken wir mal wie die nächsten neuen Folgen laufen.

01:14:09: Super sehr schön!

01:14:11: Sonja vielen Dank dass wir hier sein konnten und in diesem Sinne wir sehen uns Bis dann.

01:14:19: Danke dir!

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